Absage an bildungspolitische Sonderwege: Matschie fordert einheitliches Abitur in ganz Deutschland

(lifePR) (Erfurt, ) Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, fordert ein einheitliches Abitur in ganz Deutschland, das gleichwertig und vergleichbar ist. "Der Weg dorthin kann nur über nationale Bildungsstandards beschritten werden. Insellösungen und Sonderwege wie Südabitur oder mitteldeutsches Abitur führen in eine bildungspolitische Sackgasse", erklärt der Minister und erteilt damit einer weiteren Zersplitterung der Bildungslandschaft eine klare Absage. Beim gemeinsamen Abitur könne an die Aktivitäten zur Standardisierung von Abituraufgaben konstruktiv angeknüpft werden. So würden gerade vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen unter Thüringer Beteiligung nationale Bildungsstandards für die Sekundarstufe II erarbeitet. Diese nationalen Bildungsstandards beschreiben die zu erreichenden Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und werden Grundlage der Abituraufgaben in allen Bundesländern sein.

Gemeinsamkeiten gebe es jedoch nicht nur bei Lerninhalten, sondern auch beim Prüfungsrahmen, so Matschie. Die Kultusministerkonferenz habe im Jahr 2002 für alle Bundesländer einheitliche Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfungen beschlossen und diese mit Beispielaufgaben untersetzt. Jedes Jahr würden die in den Ländern gestellten Aufgaben untereinander ausgetauscht. Matschie: "Dieser Weg ist richtig und wir werden ihn entschieden weiter beschreiten. Am Ende müssen gemeinsame und vergleichbare Abiturstandards für ganz Deutschland stehen."

Unter dem Punkt „Einführung eines mitteldeutschen Abiturs“ steht das Thema auf der Tagesordnung des Thüringer Landtags

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