Mit dem Akkuschrauber in die Boxengasse

Studierende der Hochschule Osnabrück schicken elektrisch angetriebene Seifenkisten ins Rennen
 Wenn der Campus zur Rennstrecke wird: An der Hochschule
Osnabrück traten fünf studentische Teams gegeneinander an (lifePR) (Osnabrück, ) Wie kann man mit einem Budget von 200 Euro und einem Akkuschrauber als Antrieb ein renntaugliches Fahrzeug bauen? Mit dieser Frage beschäftigten sich im Rahmen der Projektwoche 20 Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI). Das Ergebnis: fünf außergewöhnliche E-Mobile, die am Freitag auf dem Campus der Hochschule Osnabrück im Rennen gegeneinander antraten.

Der Wettkampf, der zum zweiten Mal an der Hochschule Osnabrück stattfand, bildete den Abschluss einer Projektwoche, in der Studierende der Fächer Maschinenbau und Fahrzeugtechnik gemeinsam Fahrzeuge konstruieren konnten. "Die Studenten haben viel Arbeit in die Entwicklung ihrer Fahrzeuge gesteckt und mit den begrenzten Mitteln äußerst kreative Lösungen entwickelt", berichtet Dr.-Ing. Christian Schäfers, Professor für Karosserieentwicklung und -konstruktion. Zu den Bewertungskriterien zählte nicht nur eine überzeugende Rennleistung (30%) sondern auch das Gewicht (20%) und die Wirtschaftlichkeit (10%). Das Hauptaugenmerk lag mit 40 Prozent aber auf dem Design der Fahrzeuge - hier galt es für die Studierenden, die Markenidentität des Sponsors VW Osnabrück auf ihre Konstruktionen zu übertragen.

Auf der Rennstrecke konnte sich mit einer Bestzeit von rund 30 Sekunden das Modell von vier Maschinenbau-Studenten durchsetzen. In der Gesamtwertung lag am Ende jedoch das zweitschnellste Fahrzeug vorn: Daniel Lindner, Philipp Röper, Florian Schwiertering und Christian Schwabe holten mit ihrer 36,7 Kilo leichten Seifenkiste den Sieg. "Wir haben versucht, das Fahrzeug so leicht wie möglich zu bauen - das niedrige Gewicht hat sich als großer Vorteil herausgestellt", erklärt Christian Schwabe. Er und seine Kommilitonen konnten auch mit dem an einen Hotrod-Oldtimer angelehnten Design ihres Wagens punkten. Die Bauteile haben die Studierenden bei einem Schrotthändler und einem Edelstahl-Hersteller besorgt. Während der Projektwoche war das Team rund um die Uhr im Einsatz, um den Wagen pünktlich zum Rennen fertigzustellen. "Insgesamt war das Projekt sehr aufwendig, aber es hat viel Spaß gemacht. Die meiste Zeit haben wir in die Konstruktion der Hinterachse investiert", berichtet Daniel Lindner, der im dritten Semester an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik studiert.

Die Akkuschrauber, die als elektrische Antriebe der Seifenkisten dienen, wurden von den Stadtwerken Osnabrück zur Verfügung gestellt. "Die Elektromobilität ist ein hochaktuelles Thema in der Fahrzeugtechnik und wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen", erklärt Projektleiter Christian Schäfers. "Deshalb ist es für unsere Studierenden wichtig sich mit dem Themengebiet auseinanderzusetzen - das haben wir mit der Projektwoche erreicht."

Nähere Informationen zum Studium an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik unter: www.ecs.hs-osnabrueck.de

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Albrechtstraße. 30
D-49076 Osnabrück

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