Tourenwagen-WM 2010 endet für BMW Team RBM in Macau

(lifePR) (München, ) Am kommenden Wochenende endet die FIA World Touring Car Championship traditionell mit zwei Läufen auf dem "Guia Circuit" in Macau (CN). Nach der Entscheidung des Internationalen Berufungsgerichts der FIA, den Einsatz der beiden BMW 320si GBS bei den Rennen in Okayama (JP) nachträglich für nicht regelkonform zu erklären, wurde der Fahrertitel zum ersten Mal in der Geschichte der Meisterschaft bereits vor dem Finale in Macau vergeben: Chevrolet-Pilot Yvan Muller (FR) ist der diesjährige Titelträger. In der Independents' Trophy kämpfen hingegen noch drei BMW Privatfahrer um die Krone.

Andy Priaulx (GB) vom BMW Team RBM liegt vor den Rennen auf der 6,117 Kilometer langen Strecke mit 240 Punkten auf Rang drei der Fahrerwertung. 2005, 2006 und 2007 hatte der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey (GB) in Macau die WM jeweils für sich entschieden. Mit guten Ergebnissen auf dem engen Stadtkurs ist zumindest der zweite WM-Platz für Priaulx noch in Reichweite. Genau wie Priaulx hat auch sein Teamkollege Augusto Farfus (BR) bereits zwei Mal in Macau gewonnen. Der Brasilianer belegt in der Fahrerwertung aktuell den siebten Platz. Das 21. Rennen des Jahres beginnt am Sonntag um 11.50 Uhr Ortszeit (4.50 Uhr MEZ). Der zweite Lauf wird um 13.10 Uhr (6.10 Uhr MEZ) gestartet.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

"Es ist eine Enttäuschung, dass zum ersten Mal kein BMW Pilot mit Titelchancen zum Finale der Tourenwagen-Weltmeisterschaft reist. Die Fans hätten ganz sicher eine spannende Entscheidung in Macau erlebt. So treten wir auf dem Guia Circuit mit dem Ziel an, die Saison mit guten Einzelergebnissen abzuschließen. Das Urteil des FIA Berufungsgerichts kam für uns unerwartet. Die Stewards in Okayama hatten den Einsatz des BMW 320si GBS mit sequenziellem Getriebe gestattet und damit unsere Auslegung des Regelwerks bestätigt. Zudem waren bereits in den vier vorangegangenen Rennveranstaltungen von der FIA abgenommene BMW 320si GBS Fahrzeuge im Einsatz. Dass diese Entscheidung nun nachträglich revidiert wurde und wir damit die in Japan gewonnenen Punkte verlieren, kam für uns mehr als überraschend. Wir nehmen jedoch die Entscheidung der FIA an und gratulieren Chevrolet und Yvan Muller zum Titelgewinn."

Bart Mampaey (Teamchef):

"In Macau erwartet uns wie in jedem Jahr eine große Herausforderung. Es ist eine Strecke der Extreme: Dort erreichen die Autos nach Monza die höchsten Geschwindigkeiten des Jahres, die Melco-Haarnadel ist zugleich die langsamste Kurve im Rennkalender der WTCC. Dass unsere Fahrer in Macau gut zurechtkommen, haben sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Natürlich sind wir sehr enttäuscht, dass wir keine Gelegenheit mehr haben, um den Titel zu kämpfen. In Macau wäre alles möglich gewesen. Glückwunsch an Chevrolet und Yvan Muller."

Augusto Farfus (Startnummer 10):

"Der Guia Circuit in Macau ist der Traum eines jeden Rennfahrers. Die Strecke ist extrem anspruchsvoll. Jeder kleinste Fehler kann in den Leitplanken enden. Wenn einem dort jedoch eine schnelle Runde gelingt, dann ist das ein ganz besonderes Gefühl. Ich werde in Macau noch einmal voll angreifen und bin fest entschlossen, das Jahr mit einem guten Resultat abzuschließen."

Andy Priaulx (Startnummer 11):

"Es ist enttäuschend, die WM auf diese Weise zu verlieren. Dennoch geht mein Glückwunsch an Yvan Muller. Er hat in diesem Jahr tolle Arbeit geleistet und war enorm konstant. Statt um den Titel werden ich in Macau nun darum kämpfen, die bisher für mich erfolgreich verlaufene Saison mit einem weiteren Top-Ergebnis zu beenden. Macau hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich habe dort drei WM-Titel gewonnen und war bereits von diesem Ort fasziniert, als ich zu Formel-3-Zeiten dort gefahren bin. Die Strecke ist einzigartig."

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Ingo Lehbrink
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