Finanzplanung: Der Schlüssel zur Vermögensoptimierung

Ganzheitlich und neutral beraten statt vertriebsorientiert Produkte verkaufen
(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Eine an den persönlichen Liquiditäts- und Vermögensverhältnissen anknüpfende ganzheitliche Finanzplanung erlebt in Deutschland eine Renaissance. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen ist das Geldvermögen in Deutschland mit 4,7 Billionen Euro (Quelle: Deutsche Bundesbank) so hoch wie noch nie und Schätzungen zufolge jedes Jahr werden in Deutschland im Durchschnitt 250 Milliarden Euro (Quelle: BBE Unternehmensberatung) vererbt. Zum anderen zwingt der Rückzug des Staates aus den sozialen Sicherungssystemen den Einzelnen immer mehr zur Eigenverantwortung hinsichtlich privater Vorsorge und Risikoabsicherung. Zudem zeichnen sich die Finanzprodukte durch eine immer größere Komplexität aus, so dass viele Privatkunden den Nutzen einer finanziellen Entscheidung nicht erfassen oder gar bewerten können. Somit wünschen immer mehr Kunden abseits von vertriebsorientierten Produktempfehlungen eine neutrale und umfassende Analyse ihrer Vermögenssituation, um anschließend die für sie optimale Anlageentscheidung zu treffen.

Während Finanzplanung (Financial Planning) in den USA seit über zwanzig Jahren verbreitet ist, war die Dienstleistung hierzulande bisher in der Breite weitgehend unbekannt. Durch die Ereignisse der Finanzmarktkrise sind viele Privatkunden verunsichert, ob ihre in der Vergangenheit getroffenen Anlageentscheidungen richtig waren. Nach einer aktuellen Studie im Auftrag von Fidelity International bewerten mehr als die Hälfte der Befragten ihr Finanzwissen als schlecht. 55 Prozent geben an, zu wenig von den erklärten Finanzprodukten und Anlagestrategien zu verstehen.

Ganzheitliche und vernetzte Beratungsphilosophie

Eine vom Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebene Studie hat die Finanzplanung als Leitbild für die gesamte Finanzdienstleistungsbranche herausgestellt. "Diese Forderung vertreten wir schon seit langem. Als Zertifizierungs- und Berufsverband der Finanzplaner als "Certified Financial Planner" (CFP) und für Nachfolgeplaner als "Certified Foundation and Estate Planner" (CFEP) hat das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB) die Etablierung der Finanzplanung in Deutschland von Beginn an maßgeblich mitgestaltet" erläutert Rudolf Fuhrmann, Vorstandvorsitzender des FPSB. Gemäß dem FPSB ist Finanzplanung Lebensplanung- heute mehr denn je. Der FPSB definiert die Tätigkeit seiner Mitglieder als Berater, die bei der Planung, Strukturierung, Optimierung, Sicherung und Übertragung von Vermögen privater Kunden tätig sind.

Ziel einer kompetenten Finanzplanung ist nicht das Verfolgen kurzfristiger Profite, sondern der langfristige Vermögensaufbau und dessen Sicherung. Sie repräsentiert eine Beratungsphilosophie, über ein ganzheitliches Abbild der finanziellen und persönlichen Lebenssituation des Kunden dessen Ziele durch eine systematische Planung zu erreichen, anstatt sich an einzelnen Finanzprodukten zu orientieren. Der Nutzen der Finanzplanung resultiert aus der simultanen und vernetzten Betrachtung aller für den Kunden relevanten finanziellen Aspekte und berücksichtigt dabei die zahlreichen Interdependenzen und Wechselwirkungen zwischen Einkommen, Vermögen, Steuern und verschiedenen Risikoszenarien wie inflationäre oder deflationäre Entwicklungen.

Die umfassende, produkt- und themenübergreifende Gesamtbetrachtung der privaten Finanzen erfordert ein Expertenwissen und eine Beratungskompetenz, die über die herkömmliche Finanzberatung hinausgehen. Ein CFP erfüllt die international höchsten Standards bezüglich Fach- und Methodenkompetenz aufgrund seiner Ausbildung und seinem stets aktualisiertem Fachwissen. Nur hochqualifizierte und umfassend geschulte Finanzplaner können aufgrund ihres Know-hows in den unterschiedlichsten Disziplinen die Bedürfnisse ihrer Kunden nach einer ganzheitlichen und neutralen Beratung befriedigen. "Die vom FPSB aufgestellten Grundsätze ordnungsgemäßer Finanzplanung und die Verpflichtung seiner Mitglieder zur Einhaltung der Berufsgrundsätze stehen für ein Höchstmaß an Beratungsqualität" so Fuhrmann.

Umfassende Analyse der Vermögenssituation deckt Defizite auf

Nach einer Untersuchung von Prof. Dr. Rolf Tilmes, Lehrstuhlinhaber für Private Finance und Wealth Management an der European Business School International University und Mitglied im Vorstand des FPSB haben die wenigsten Kunden einen genauen Überblick über ihre derzeitige Vermögenssituation. 77 Prozent der Befragten erwarten demnach von einer Finanzplanung eine bessere Vermögensübersicht, während sich zwei Drittel eine höhere Rendite wünschen. Die Optimierung der Steuerbelastung ist für 65 Prozent der Befragten maßgeblich.

Für eine Analyse der Vermögenssituation des Kunden spielen folgende Fragen eine zentrale Rolle:

- Wie ist das Gesamtvermögensrisiko des Kunden?
- Muss die Vermögensstruktur dem Risikoprofil des Kunden angepasst werden?
- Welche Nachsteuerrendite wird erzielt?
- Sind die Anlagen unter steuerlichen Aspekten optimal gewählt?
- Liquiditätsplanung: Müssen die Einnahme- und Ausgabeströme angepasst werden?
- Ist die Versorgung im Risikofall, zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit abgesichert?
- In welchem Umfang wird Vermögen zur Sicherung des Lebensstandards im Ruhestand aufgebaut?

Um diese Fragen zu klären, nimmt der Finanzplaner zu Beginn seiner Arbeit alle Daten des Kunden über sein Vermögen, seine Verbindlichkeiten, Einnahmen und Ausgaben sowie zu bestehenden Verträgen auf.

Eine wichtige Rolle bei der Datenaufnahme spielen die Ziele und Wünsche des Kunden sowie sein Risikoprofil.

Bei der darauffolgenden Analyse werden die aufgenommenen Daten unter Berücksichtigung der persönlichen Berufs- und Lebenssituation und der Ziele des Kunden bewertet. Somit erhält der Kunde einen detaillierten Überblick über seine Vermögens- und Liquiditätsverhältnisse und deren zukünftige Entwicklung auf Basis vorher definierter Annahmen. So werden Risikoszenarien abgebildet und ihre Auswirkungen auf die Vermögenssituation simuliert. Der individuelle Finanzplan wird erstellt und mit umsetzungsfähigen Empfehlungen zur Optimierung versehen.

"Häufig werden durch den Finanzplan Defizite im Risikomanagement oder nicht ausgeschöpfte steuerliche Möglichkeiten aufgedeckt" so Fuhrmann. Ein wichtiger Aspekt ist demnach die Vernetzung optimaler Anlagen mit ihren steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Anschließend werden die Analyseergebnisse und Optimierungsvorschläge in verständlicher Form aufbereitet und mit dem Kunden im Detail erörtert. Die Auswirkungen der bisherigen Strategien des Kunden auf Liquidität, Rentabilität, Risiko und Zielerreichung werden eingehend mit dem Kunden besprochen.

Die meisten Finanzplaner übernehmen auf Wunsch auch die Umsetzung der Empfehlungen. Sind periodische Updates Bestandteil des Vertrages, wird der Finanzplan in regelmäßigen Abständen den veränderten persönlichen und gesamtwirtschaftlichen Verhältnissen angepasst. Notwendige Korrekturen können somit rechtzeitig vorgenommen werden.

Im Gegensatz zu einem umfassenden Finanzplan werden bei einem themenzentrierten Ansatz nur bestimmte Segmente analysiert. Nach den Erfahrungen des FPSB werden hierbei insbesondere die Themen Altersvorsorge, Vermögensaufbau und Vermögensoptimierung von den Kunden nachgefragt.

Auch für weniger vermögende Kunden geeignet

Obwohl die Finanzplanung in Deutschland ihren Ursprung im Private Banking hat, ist sie nicht auf ein bestimmtes Klientel festgelegt. Vielmehr ist es gerade für weniger vermögende Kunden wichtig, sich einen Finanzplan erstellen zu lassen. Im Vergleich zu besonders vermögenden Kunden wirken sich aufgrund des geringeren Anlageund Vorsorgevolumens Fehlallokationen noch wesentlich stärker aus. Das zeigt auch eine Umfrage des FPSB unter seinen Mitgliedern: Knapp die Hälfte der Befragten haben keine Mindestanforderungen bezüglich des Bruttovermögens ihrer Kunden.

Kontakt

Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.
Eschersheimer Landstraße 61-63
D-60322 Frankfurt am Main
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