Rüdiger Nehberg (TARGET) hilft verstümmelten Frauen in Äthiopien Geburtshilfestation Danakilwüste: Der Bau kann beginnen

PM zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November 2010
TARGET-Gründer Rüdiger Nehberg zeigt die Bohrstelle für den Brunnen (lifePR) (Hamburg/Addis Abeba, ) Der Menschenrechtler und Abenteurer Rüdiger Nehberg (75) aus Rausdorf bei Hamburg hilft Gewaltopfern in Afrika auf praktische Weise: Im Osten Äthiopiens lässt er mit seiner Organisation TARGET ein Krankenhaus bauen, in dem Frauen behandelt werden, die eine Weibliche Genitalverstümmelung durchlitten haben. Die „Geburtshilfestation Danakilwüste“ entsteht in einer der heißesten Regionen der Welt. Wasser ist dort rar. Mehrere aufwendige Bohrungen waren nötig, bis eine Quelle gefunden wurde. Damit ist jetzt eine zuverlässige Wasserversorgung gewährleistet, sodass TARGET mit dem Bau der Klinik beginnen kann.
„Wir sind überglücklich, dass wir jetzt endlich loslegen können“, sagte TARGET-Gründer Nehberg. Die Geburtshilfestation entsteht in dem Gebiet der Afar-Halbnomaden (1,6 Millionen Menschen). TARGET ist dort seit 2002 tätig, um über die Folgen der Weiblichen Genitalverstümmelung aufzuklären. Die Afar haben den 5000 Jahre alten Brauch inzwischen unter Strafe gestellt. Traditionell wurde bisher jedoch die schlimmste Form praktiziert, die „Pharaonische Verstümmelung“. Dabei werden Mädchen Teile der Genitalien entfernt und die Scheide bis auf eine winzige Öffnung verschlossen. Für die Opfer wird – von anderen gravierenden Beschwerden abgesehen – später jede Geburt eines Kindes zum tödlichen Risiko. Auch die Babys sind akut gefährdet: Die Säuglingssterblichkeit liegt bei geschätzten 50 Prozent. In dem Krankenhaus sollen künftig auch Kaiserschnitte möglich sein – Eingriffe, die bisher auch TARGETs Fahrende Krankenstation nicht leisten konnte. Bei Komplikationen wurden Schwangere in die nächste Stadt Mekele transportiert. Eine Fünf-Stunden-Fahrt, die Mutter und/oder Kind oft nicht überlebten.
Frauenärzte aus ganz Deutschland unterstützen TARGETs Krankenhaus-Projekt. „In der Geburtshilfestation können wir Geburten ohne große Verletzungen der Frauen und Neugeborenen ermöglichen“, erklärte der Gynäkologe Dr. Werner Harlfinger (Berufsverband der Frauenärzte, Rheinland-Pfalz). Und weiter: „TARGETs Konzept hat uns voll überzeugt.“

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