Deutsches Engagement in der globalen Gesundheitspolitik

Ministerkonferenz "Health Systems Financing - Key to Universal Coverage" in Berlin
(lifePR) (Berlin, ) Auf gemeinsame Einladung des Bundesministers für Gesundheit und des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung diskutierten Minister und hochrangige Vertreter aus über 50 Ländern über Strategien zur Verbesserung des weltweiten Zugangs zur Gesundheitsversorgung in Berlin.

"Mit der Konferenz wollen wir zum Erfahrungsaustausch zwischen den Entscheidungsträgern aus allen Regionen beitragen. Wir sind davon überzeugt, dass es auf dem Weg zur universellen Absicherung im Krankheitsfall keine allgemein gültige Patentlösung gibt, sondern eine Vielfalt an positiven Ansätzen. Unsere Hoffnung ist, dass dieser Austausch über konkrete Erfahrungen mit dazu beiträgt, dass zukünftig weniger Menschen weltweit in die Armut getrieben werden, weil sie nicht abgesichert sind im Krankheitsfall. Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung ist wirksamer Schutz vor Verarmung durch hohe Behandlungskosten" sagte Gesundheitsstaatssekretär Stefan Kapferer.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation im diesjährigen Weltgesundheitsbericht werden jährlich weltweit über 100 Millionen Menschen in Armut getrieben, da sie die Gesundheitsversorgung aus eigener Tasche bezahlen müssen, weil ihnen keine sozialen Absicherungssysteme zur Verfügung stehen.

"Ohne gezielte Stärkung der Gesundheitssysteme durch sozial ausgewogene und nachhaltige Finanzierungsstrukturen bleiben die gesundheitsbezogenen Millenniumentwicklungsziele unerreichbar. Es ist nicht akzeptabel, dass viele Menschen durch Krankheitskosten wegen mangelnder Absicherung unter die Armutsgrenze fallen. Gesundheit und Soziale Sicherung sind zentrale Menschenrechte, für die wir eine gemeinsame Verantwortung haben. Deutschland wird das Thema der sozial ausgeglichenen und nachhaltigen Gesundheitsfinanzierung auch weiterhin im internationalen Rahmen politisch befördern", so Kapferer weiter.

Die Bundesregierung fördert Gesundheit in bilateralen und multilateralen Initiativen mit jährlich mehr als 500 Mio. Euro. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die soziale Absicherung im Krankheitsfall.

Gemeinsam mit internationalen Partnern werden maßgeschneiderte Finanzierungslösungen zur sozialen Absicherung im Krankheitsfall entwickelt. Insbesondere werden Partnerländer in die Lage versetzt, aus Reform- und Strategieoptionen jene auszuwählen, die es ihnen ermöglichen, verschiedene bereits bestehende Instrumente der sozialen Absicherung im Krankheitsfall zu einem System zu integrieren. Der Schwerpunkt der Beratungs- und Finanzierungs-unterstützung liegt dabei auf der Absicherung der Armen und Ärmsten.

Ziel deutscher Unterstützung bei der sozialen Absicherung im Krankheitsfall ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken, chancengleicher Zugang zu angemessenen Gesundheitsdiensten und eine sozial ausgewogene Verteilung der Finanzlast.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bundesgesundheitsministerium.de.

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