Malaria – unterschätztes Infektionsrisiko für Weltenbummler und Abenteurer

SBK informiert über Malariaschutz bei Fernreisen
(lifePR) (München, ) Bei Reisen in tropische und subtropische Regionen unterschätzen besonders junge Reisende oft die Gefahr einer Malariainfektion und treffen keine ausreichenden Vorkehrungen. Die SBK hilft Globetrottern, sich auf eine Tour durch malariagefährdete Regionen vorzubereiten und gibt Tipps, wie man eine Ansteckung vermeiden kann.

Den Schulabschluss in der Tasche, Rucksack gepackt und dann: Auf und Davon. Längere Reisen zu möglichst exotischen Zielen wie Thailand oder Peru werden bei jungen Leuten immer beliebter. Dass man jedoch in der Ferne nicht nur fremden Sitten sondern auch anderen Gesundheitsrisiken als in der Heimat begegnet, bedenkt dabei nicht jeder: Jährlich stecken sich rund 700 Deutsche vor allem in Afrika südlich der Sahara, in Süd- und Mittelamerika sowie in Süd- und Südostasien mit Malaria an. Wer also eine Reise in diese Regionen plant, sollte sich rechtzeitig bei seiner Krankenversicherung, beim Auswärtigen Amt oder der SBK Auslandsberatung über mögliche Tropenkrankheiten und entsprechende Vorkehrungen informieren.

Was viele nicht wissen: Malaria wird durch den Stich der dämmerungs- und nachtaktiven Anophelesmücke übertragen. Über den Speichel der Mücke gelangen die eigentlichen Erreger der Krankheit, Parasiten der Gattung Plasmodium, in den menschlichen Körper. Die Gefahr kann jedoch durch konsequentes und sorgfältiges Einhalten von vorbeugenden Maßnahmen vermindert werden. Eine Malariaimpfung gibt es derzeit nicht.

Wer in Regionen reist, in denen die Krankheit häufig auftritt, oder zur Regenzeit mit dem Rucksack unterwegs ist, kann sich durch eine medikamentöse Vorbeugung absichern. Ob eine solche Behandlung angebracht ist, muss jedoch auf jeden Fall mit einem Arzt abgesprochen werden. Auch welches Medikament in Frage kommt, kann nur individuell entschieden werden, da das Malariarisiko von vielen Faktoren wie Reiseziel- und Dauer oder dem persönliche Gesundheitszustand abhängt. Als eine der wenigen Krankenkassen beteiligt sich die SBK an den Kosten einer medikamentösen Vorbeugung und übernimmt 70 % derer. "Unsere Versicherten schicken uns einfach die Rechnung für die Malariaprophylaxe und wir überweisen den Betrag auf ihr Konto", so SBK Auslands-Experte Michael Zaubzer.

Man kann jedoch auch ohne Medikamente viel tun. Vorkehrungen gegen Mückenstiche verringern nicht nur das Risiko einer Malariaerkrankung, sondern schützen auch vor anderen, von Insekten übertragbaren Tropenkrankheiten. So sollte man sich nach Einbruch der Dämmerung in durch Insektengitter oder Klimaanlagen mückenfreien Räumen aufhalten. Wer mit Zelten oder wackligen Hütten vorliebnimmt, schläft am sichersten unter einem engmaschigen Moskitonetz. Auch Ätherische Öle, Anti-Mücken-Kerzen und Räucherspiralen halten die Blutsauger fern. Zudem empfiehlt sich helle und lange Kleidung, unbedeckte Hautstellen können durch insektenabweisende Cremes und Lotions geschützt werden.

Allerdings bieten all diese Vorkehrungen keinen absoluten Schutz. Bei anhaltendem Fieber oder dem kleinsten Verdacht auf eine Infektion, sollte deshalb sofort ein Arzt aufgesucht werden: Denn solange eine Malariaerkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird, ist sie in der Regel auch heilbar. Michael Zaubzer von der SBK rät deshalb, auf eine langandauernde und riskante Heimreise zu verzichten und den Ärzten vor Ort zu vertrauen: "Denn diese haben meist mehr Erfahrung mit Tropenkrankheiten als heimische Mediziner." Auch die Erstattung von Behandlungskosten im Ausland ist unkompliziert, wenn man entsprechend versichert ist. Jungen Weltenbummlern empfiehlt die SBK daher, sich frühzeitig über eine Auslandskrankenversicherung zu informieren.

Die SBK Auslandsberatung erreichen Sie telefonisch unter 0800 0725 725 709 0 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands) oder per E-Mail unter auslandsberatung@sbk.org. Für alle Gesundheitsfragen steht Ihnen 24 Stunden am Tag auch das medizinische Fachpersonal der SBK unter der Nummer 0800 0 725 725 700 0 kostenlos zur Verfügung.

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Franziska Herrmann
stv. Pressesprecherin
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