"Schrumpfungscoaching" erhält 1. Preis beim LEG-Wettbewerb

LEG Preis FG Stadtumbau (lifePR) (Kaiserslautern, ) Unter dem Motto "Neue Qualitäten - TROTZ oder DURCH Rückzug?" wurden beim diesjährigen 20.LEG Preis Ideen für sich entleerende ländliche und periphere Räume gesucht. Mit ihrem Konzept für die Völklinger Stadtteile Fenne und Fürstenhausen konnte Viola Spurk, Studierende der Fachrichtung Raum-und Umweltplanung an der TU Kaiserslautern, einen 1. Preis erringen. Die Preisverleihung findet heute im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin statt.

Neben den Völklinger Stadtteilen Fürstenhausen und Fenne wurden mit der Stadt Eschershausen im südlichen Niedersachsen und der Gemeinde Dranske auf der Insel Rügen in Vorpommern insgesamt drei peripheren Standorte ausgewählt, die in ganz besonderer Weise von strukturellen wie auch demographischen "Entleerungsmerkmalen" gekennzeichnet sind. Für den bewusst interdisziplinär ausgerichteten, bundesweiten Wettbewerb der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften (LEG) wurden 39 Arbeiten eingereicht. Die Jury vergab für jeden der drei Bearbeitungsstandorte einen 1. Preis. Darüber hinaus wurden noch zwei Anerkennungen und ein Sonderpreis vergeben. Viola Spurk absolvierte den Wettbewerb im Rahmen eines Wahlpflichtfaches mit fachlicher Unterstützung des Fachgebiets Stadtumbau + Ortserneuerung.

Nach Einschätzung des Preisgerichts werden die bisherigen Planungskonzepte in Völklingen zum Umgang mit den bestehenden Schrumpfungsproblemen, dem Leerstand und weg brechender Infrastrukturen genau hinterfragt. Mittels einer intensiven Analyse unter Einbeziehung von Schlüsselakteuren wird eine Diskrepanz zwischen dem Wissen um die Schrumpfung und dem tatsächlichen Handeln identifiziert.

Als übergeordnete Strategie wird schlussfolgernd ein "Schrumpfungscoaching" vorgeschlagen, das die Akteure der Stadt, der Politik und der Wohnungswirtschaft im Umgang mit dem anstehenden Stadtumbauprozess schult und eine Verknüpfung der Handlungsbereiche fördert. Das Konzept differenziert dabei aufgrund der verschiedenen Problemlagen zwischen den beiden Stadtteilen Fürstenhausen und Fenne.

In Fürstenhausen sollen über ein Lückenmanagement und aktiver Bürgerbeteiligung auf Schlüsselgrundstücken temporäre Nutzungen entwicklungsoffen durch Low-Budget-Maßnahmen generiert werden. Der Schwerpunkt im Stadtteil Fenne wird in einer Stabilisierung des Kerns durch eine räumliche Konzentration im Dialog mit der intakten Nachbarschaft gesehen.

Insgesamt überzeugte das Konzept die Jury, da es Zukunftsbilder entwirft und den Prozess des Umbaus detailliert vordenkt und gestaltet. Ein äußerst komplex gedachter Prozess wird auf verständliche Weise und zugleich in einer amüsanten Form der graphischen Darstellung kommuniziert.

Die beiliegende Datei zeigt eine Abbildung zum LEG-Preis.

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Dipl.-Volkswirt Thomas Jung
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