Das "Parlament des Handwerks" der Region Rhein-Neckar-Odenwald tagte

Kammerpräsident Tschischka: "Das Handwerk gehört in den Mittelpunkt der Politik" / Tschischka beklagt "Unwucht" im Einkommenssteuersystem und fordert Entlastungen für die Leistungsträger
Vollversammlung   Das Parlament des Handwerks der Region Rhein Neckar Odenwald tagte (lifePR) (Mannheim, ) Der Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Walter Tschischka, hat die Maßnahmen der Regierung zur Überwindung der Finanz- und Wirtschaftskrise gelobt. Insbesondere habe sie mit den Konjunkturmaßnahmen kein Strohfeuer entzündet, sondern auf Mehrfachnutzen und Nachhaltigkeit geachtet, im Hinblick auf Infrastruktur, Bildung oder das Klima.

In seinem Bericht vor den Delegierten der Vollversammlung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald - dem "Parlament des Handwerks" der Region - verwies Tschischka darauf, dass es jetzt entscheidend darauf ankomme, dass die Bundesregierung "an diesem mittelstandsgerechten und nachhaltigen Kurs" festhalte. Unzufrieden zeigte sich der Mannheimer Kammerpräsident mit der Neuordnung der Rundfunk-Gebühren sowie dem Abbau der Steuerbürokratie. Trotz konkreter Vorschläge seitens des Handwerks seien die in einen Gesetzesentwurf gegossenen Maßnahmen "enttäuschend". Gerade angesichts der Unwucht im Einkommenssteuersystem, die Leistungsträger unzumutbar belaste, forderte Tschischka "Entlastungen, die Investitionen in die Leistungsmotivation, die Kaufkraft und damit in die Dynamik unserer Wirtschaft sind".

Breiten Raum nahm in seinem Rechenschaftsbericht vor dem "Parlament des Handwerks" der Umweltschutz als Lebensgrundlage kommender Generationen ein. So unterstütze das Handwerk die Ziele der Regierung, den Energiebedarf der Gebäude bis 2050 um 80 Prozent zu senken. Hier mahnte Tschischka ein entsprechendes Fördervolumen an, um dieses Ziel zu erreichen. Dass dies nicht im Gegensatz zur Haushaltskonsolidierung stehe zeige die Tatsache, dass ein Euro Förderung ganze 9 Euro private Investitionen nach sich ziehen. "Davon profitieren nicht nur das Klima und die Wirtschaft, sondern auch der Fiskus und die Sozialversicherung", so die Conclusio des Mannheimer Kammerpräsidenten. Tschischka machte sich weiter stark für den Steuerbonus, weil er dem Fiskus Steuern und den Sozialversicherungen Einnahme bringe.

Was die Zukunft des Handwerks angehe, machte er drei Strategieziele deutlich: das Handwerk müsse jungen Menschen Lust auf eine Karriere im Handwerk machen. Dabei helfe die im Januar gestartete Imagekampagne. Zum zweiten müsse die Jugend persönlich in Schulen, Vereinen und Kindergärten abgeholt werden. Tschischka forderte eine bessere Ausbildung der Lehrer in Sachen "Berufsorientierung" und will selbstbewusst auch an den Gymnasien auftreten. Desweiteren setzte sich Tschischka für die Rente mit 67 ein, allerdings mit dem Bemerken, die Arbeitsplätze altersgerechter zu machen und die Gesundheitsvorsorger und Weiterbildung auszubauen.

"Das Handwerk leistet einen großartigen Beitrag zu Wohlstand und gesellschaftlicher Stabilität", sagte Tschischka. Und wörtlich: "Deshalb gehört das Handwerk in den Mittelpunkt der Politik", so seine abschließende Feststellung.

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