Elektromobilität nimmt in Deutschland Fahrt auf

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Ein positives Fazit ziehen Initiatoren und Akteure der "Nationalen Plattform Elektromobilität" (NPE) in ihrem ersten Zwischenbericht. Das Bündnis fördere den Dialog über Berufsbilder und Branchengrenzen hinweg, erleichtere die Abstimmung und fasse technische Vorhaben in den Bereichen Antriebstechnologie, Batterie, Materialien, Recycling und Ladetechnik in Projektplänen zusammen. Mit der im Mai 2010 gegründeten NPE soll der Vorsprung von Ländern wie China, Japan, Korea, den USA oder Frankreich bei der Entwicklung von markttauglichen Elektrofahrzeugen aufgeholt und übertroffen werden. In sieben Arbeitsgruppen untersuchen Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung die Chancen und Stärken Deutschlands im Bereich der Elektromobilität.

Erklärtes Ziel von Politik und Industrie ist es, dass Deutschland zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität in der Welt aufsteigt. "Mit dem Zwischenbericht ist die Analysephase abgeschlossen", sagte Prof. Henning Kagermann, Vorsitzender des NEP-Lenkungsausschusses, bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. Bereits jetzt lägen konkrete Ergebnisse vor, mit deren Umsetzung sofort begonnen werden kann. Für Bundeswirtschaftsminister Brüderle entsteht "mit der Elektromobilität eine neue Wertschöpfungskette, die weit über die klassische Automobilindustrie hinausgeht". Verkehrsminister Peter Ramsauer forderte "marktfähige, alltagstaugliche Produkte, die begeistern und überzeugen - auch international". Man müsse nicht nur an den Fahrzeugen arbeiten, sondern auch an neuen Konzepten im ÖPNV, bei gewerblichen Verleihsystemen oder beim Zusammenspiel von Mobilitätsformen wie Bahn und Pkw.

Als Zielgruppe für alltagstaugliche Elektrofahrzeuge werden in dem Papier Menschen genannt, die in Ballungsgebieten leben, über eine eigene Garage oder einen eigenen Stellplatz verfügen, ein relativ hohes Haushaltseinkommen haben und überdurchschnittlich häufig einen Dienstwagen nutzen können. Als weitere Zielgruppen nennt der Zwischenbericht Personen, die einen Zweitoder Drittwagen besitzen und mit keinem der Fahrzeuge täglich mehr als 100 Kilometer fahren, oder Personen, die gar keinen Bedarf für Langenstreckenfahrzeuge haben. Ein Massenmarkt sieht nach Auffassung des ARCD allerdings anders aus. In Deutschland gab es am 1. Januar 2010 genau 1588 zugelassene Vollelektroautos, bis Oktober wurden nach Auskunft des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) 408 Elektroautos neu zugelassen.

Bereits im Frühjahr erwartet die Bundesregierung den zweiten Bericht mit Empfehlungen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur und für geeignete Rahmenbedingungen bei der Einführung der Elektromobilität in Deutschland. Spätestens dann wird die Frage, ob der Staat in der Einführungsphase Prämien für den Kauf von Elektrofahrzeugen ausloben soll, neue Diskussionen auslösen. Im aktuellen Bericht steht der Vorschlag, die Bundesregierung solle Elektroautos künftig noch stärker mit gezielter Förderung zum Durchbruch verhelfen. Sowohl Verkehrsminister Ramsauer als auch Wirtschaftsminister Brüderle schließen Prämien für Käufer bislang jedoch kategorisch aus. ARCD

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