Fachtagung "Ausbildung ohne Barrieren" im Mercedes-Benz Werk Bremen

(lifePR) (Bremen, ) .
- Projekt soll mehr schwerbehinderten Jugendlichen eine Ausbildung in Unternehmen der Automobilindustrie ermöglichen
- Andreas Kellermann, Leiter des Mercedes-Benz Werks Bremen: "Die Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung ist fester Bestandteil unserer Philosophie im Werk Bremen. Seit 2005 haben wir zwölf Schwerbehinderte ausgebildet, weitere sechs sind noch in Ausbildung."
- Alfons Adam, Gesamtvertrauensperson schwerbehinderter Menschen bei der Daimler AG: "Wir wollen mehr schwerbehinderte junge Menschen dazu ermutigen, sich auf Ausbildungsplätze bei Unternehmen der Automobilindustrie zu bewerben."

Im Mercedes-Benz Werk Bremen findet heute die Abschlussveranstaltung des Projekts "Automobil: Ausbildung ohne Barrieren" statt. Mehr als 250 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Sozialverbänden, Arbeitsagenturen, Gewerkschaften und Schulen diskutieren über eine Verbesserung der Ausbildungsangebote für schwerbehinderte Jugendliche.

Andreas Kellermann, Leiter des Mercedes-Benz Werks Bremen erklärt: "Die Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung ist fester Bestandteil unserer Philosophie im Werk Bremen. Seit 2005 haben wir zwölf Schwerbehinderte ausgebildet, weitere sechs sind noch in Ausbildung. Für uns ist das ein langfristiges Engagement, denn allesamt haben einen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag. Hinzu kommt die Ausbildung von jährlich rund zehn Jugendlichen mit Lernbehinderung".

Insgesamt hat die Daimler AG - die sich mit den Werken Bremen und Gaggenau an diesem Projekt beteiligt hat - seit dem Jahr 2005 rund130 junge Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen für eine Berufsausbildung eingestellt. Zusätzlich werden in jedem Jahr an den Standorten Sindelfingen, Düsseldorf und Bremen rund 30 junge Menschen mit Lernbehinderung ausgebildet. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter insgesamt beträgt in der Daimler AG 5,4 Prozent, im Mercedes-Benz Werk Bremen liegt die Quote sogar bei 6,1 Prozent.

Ziel des Projekts unter der wissenschaftlichen Leitung der Universität Köln ist es, mehr Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche in Unternehmen der Automobilindustrie zu schaffen und Barrieren auf beiden Seiten abzubauen. Dazu haben die Projektpartner in den vergangenen zwei Jahren zu Informationsveranstaltungen eingeladen und Gespräche mit Unternehmen, Verbänden und schwerbehinderten Schülern und ihren Lehrern geführt. "Wir haben dieses Projekt initiiert, da wir mehr junge schwerbehinderte Menschen dazu ermutigen wollen, sich auf Ausbildungsplätze in Unternehmen der Automobilindustrie zu bewerben", sagt Alfons Adam, Gesamtvertrauensperson schwerbehinderter Menschen bei der Daimler AG.

Einer derjenigen, der diesen Schritt gewagt hat, ist der 24jährige Anton Gerk. Im September 2005 hatte er als erster gehörloser Azubi im Mercedes-Benz Werk Bremen seine Ausbildung als Metallbearbeiter begonnen. "Ich habe mir schon Gedanken gemacht, wie ich das alles schaffen soll, da sich sonst niemand von meinen Schulkameraden aus der Gehörlosenschule um einen Ausbildungsplatz in einem Unternehmen beworben hat." Aber die ersten Bedenken waren schnell verflogen: "Meine Ausbildungsleiterin und die anderen Azubis haben sich schon bald auf mich eingestellt und einige haben sogar Gebärden gelernt." Nach bestandener Abschlussprüfung konnte Anton Gerk mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag übernommen werden und arbeitet seitdem in der C-Klasse Montage im Mercedes-Benz Werk Bremen.

Weitere Informationen von Daimler sind im Internet verfügbar: www.media.daimler.com und www.daimler.com
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