Müller: Agrarexporte legen deutlich zu - Anstieg um 8 Prozent

(lifePR) (Bonn, ) Anlässlich der Vorstellungen der Agrarexportzahlen erklärte der Exportbeauftragte im Bundeslandwirtschaftsministerium, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Gerd Müller: "Der deutsche Agrarexport setzt seinen Wachstumskurs fort. Die Exportdelle des Jahres 2009 ist überwunden. Dies ist ein klares Zeichen, wie erfolgreich unsere deutschen Produkte sind". In den ersten drei Quartalen 2010 stiegen die Ausfuhren von Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 37,8 Milliarden Euro. Schreibt man diese positive Entwicklung auf das gesamte Jahr 2010 fort, dürfte dies nach Einschätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums zu einem Jahresergebnis von rund 51 bis 52 Milliarden Euro nach vorläufigen Daten führen. Der Exportrekord des Jahres 2008 wäre damit übertroffen.

Besonders dynamisch ist die Entwicklung bei Milchprodukten. Deren Ausfuhrwert stieg um nahezu 20 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro. Dahinter stehen sowohl Preis- als auch Mengeneffekte. Unter den Milchprodukten machten die Käseausfuhren rund 2,25 Milliarden Euro aus (+ 15,9 Prozent). Auch bei Backwaren und anderen Getreideerzeugnissen stiegen die Exporterlöse deutlich auf 3,27 Milliarden Euro (+ 7,6 Prozent). Verhaltener verlief die Entwicklung bei Fleisch und Fleischerzeugnissen. Bei stärkerem Anstieg in der Tonnage wuchs der Ausfuhrwert um 2,9 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro.

Der Export in Drittstaaten gewinnt auch für Ernährungsgüter immer größere Bedeutung. Die Drittlandsexporte lagen in den ersten drei Quartalen 2010 mit rund 8,2 Milliarden Euro um 16,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, während der Handel mit den EU-Mitgliedstaaten um 5,9 Prozent zulegte. Die Drittlandsexporte erweisen sich erneut als treibende Größe. So konnten die Ausfuhren nach Russland, dem wichtigsten Drittstaat, um 30 Prozent gesteigert werden. Auch die Exporte in weitere wichtige Bestimmungsländer wie die Vereinigten Staaten (+ 21 Prozent) und Saudi-Arabien (+ 33 Prozent) verzeichneten sehr hohe Wachstumsraten.

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