Software-Campus bildet künftige IT-Führungskräfte aus

Wissenschaft, Wirtschaft und Bundesregierung fördern den Nachwuchs / Schavan: "Gemeinsame Investition in die Zukunft unseres Landes"
(lifePR) (Berlin, ) In der IT-Branche ist der Fachkräftemangel ein bekanntes Problem. In Deutschland fehlen nicht nur IT-Experten, sondern vor allem IT-Führungskräfte, die häufig nur außerhalb Deutschlands zu rekrutieren sind. Wirtschaft und Bundesregierung haben daher das gemeinsame Ziel, Informatikerinnen und Informatiker zu IT-Führungskräften weiterzubilden. Anlässlich des heutigen IT-Gipfels in Dresden wurde das Projekt Software Campus vorgestellt. "Wir werden mit dem Software-Campus die zukünftigen Führungskräfte der IT-Branche ausbilden und dafür sorgen, dass die Studierenden an den Hochschulen für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind. Unternehmen und Bundesregierung investieren dabei gemeinsam und zu gleichen Teilen in die Zukunft unseres Landes. Spitzenkräfte im Inland fördern und Spezialisten aus dem Ausland für Deutschland begeistern - das ist der richtige Weg, um die IT-Branche in Deutschland voranzubringen, betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

Im Projekt Software Campus sollen pro Jahr bis zu 100 fortgeschrittene Master- oder Promotions-Informatikstudenten ausgebildet werden. Die Studierenden werden von einer Kommission ausgewählt. Inhalt der Ausbildung sind Fachthemen aus der Informatik, zum größten Teil aber Managementmethoden und -strategien für Unternehmensführung, Marktpositionierung und Innovationsmanagement. Organisiert wird dies in einem leistungsfähigen Netzwerk aus Hochschulen und Unternehmen. Das Lernen findet in der Praxis statt. Die Studierenden sollen selbst gewählte Projekte unter persönlicher Anleitung eines Spitzenforschers und eines erfahrenen Managers aus IT-Unternehmen in der Praxis bearbeiten. Maßstab ist das Management eines regulären Forschungsprojektes. Jim Hagemann Snabe, Chief Executive Officer SAP, betonte: "Wir wollen erreichen, dass jeder zweite Absolvent des Software Campus in zehn Jahren als Führungskraft in deutschen IT-Unternehmen arbeitet. Und weil unsere Branche noch immer etwas männerlastig ist, sprechen wir mit dem Software Campus ganz gezielt auch Frauen an.

Der Software Campus soll eine internationale Ausstrahlung haben und langfristig bis zu 50 Prozent der Studierenden aus dem Ausland ausbilden. Die Finanzierung trägt zu jeweils gleichen Teilen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie die beteiligten Unternehmen. Als Gründer sind dies die SAP AG, Software AG, Siemens AG, Bosch AG, Deutsche Post, Deutsche Telekom AG und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die Beteiligung weiterer Unternehmen ist ausdrücklich erwünscht. BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer sagte: "Der Software-Campus ist ein attraktives Programm für Top-Informatiker aus dem In- und Ausland. Die jungen Forscher von heute werden zu Unternehmensgründern und Spitzenmanagern der Zukunft ausgebildet. Deutsche IKT-Unternehmen bekommen damit mehr spezialisierte Führungskräfte, um global erfolgreich zu sein. Der Software-Campus wird 2011 starten.

Das Gesamtvolumen beträgt zehn Millionen Euro pro Jahr mit einer Geschäftsstelle beim EIT ICT in Berlin. Die EIT ICT Labs GmbH, das nationale Kolokationszentrum des European Institute for Innovation and Technology (EIT), organisiert als Dachorganisation den Ausbildungsverbund zwischen den Unternehmen und den teilnehmenden Informatikfachbereichen an Hochschulen und Instituten in Deutschland. Schavan verwies auch auf andere Maßnahmen des BMBF, die eine Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft voranzutreiben: "In der Forschung haben wir unter anderem mit dem Software-Spitzencluster eine neue Qualität der Zusammenarbeit geschaffen, die wir jetzt auch für die Ausbildung von Spitzenkräften nutzen werden.

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