Online bezahlen - Teil 2

Bezahlsysteme im Internet
(lifePR) (Düsseldorf, ) Übervolle Geschäfte, gereizte Verkäufer und Warteschlangen an den Kassen - bei der Aussicht bestellen immer mehr Menschen Weihnachtsgeschenke für die Lieben besser gleich bequem im Internet. Da stellt sich für den Verbraucher jedoch häufig die Frage, welche Art der Bezahlung die beste und vor allem sicherste ist. Die ARAG Experten stellen die gängigsten Bezahlplattformen im Internet vor und klären deren Verlässlichkeit.

Was ist sicher?

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten im Intermet zu zahlen. So gibt es sichere Wege, wie den Kauf auf Rechnung und Wege, die mehr auf Vertrauensbasis funktionieren, wie die Vorauszahlung, die Nachnahme sowie die Kreditkartenzahlung. Um die Online-Zahlung zu erleichtern und sicherer zu machen, wurden neue Zahlsysteme entwickelt. Obwohl Stiftung Warentest die sechs großen Online- Zahlungssysteme in Deutschland nach ausführlichen Tests für sicher erklärt hat, bleiben vielen Verbrauchern immer noch Zweifel an der Verlässlichkeit der einzelnen Systeme.

Online- Zahlungssysteme

Tatsächlich kommt es in seltenen Fällen zu Unregelmäßigkeiten in den Abbuchungen und Transaktionen. Zum Glück für den Nutzer gibt es mittlerweile eine Vielzahl an solchen Zahlungssystemen, die je nach Funktionsart unterschiedliche Interessen bedienen. Sehr verbreitet ist PayPal, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens eBay. Hier muss sich ein Käufer zunächst beim System anmelden, um dann dort Kreditkarten- oder Kontoinformationen zu hinterlegen. Bezahlt wird dann "per Mail": Der Käufer loggt sich bei PayPal ein, gibt Email-Adresse des Empfängers und Höhe des Kaufpreises an, und das Geld wird so schnell wie eine Email verschickt. Da das Online-Bezahlsystem weltweit das größte ist, ist das Risiko für den Verbraucher relativ gering, der Nuter zahlt allerdings eine Prosivion an PayPal. Ähnlich funktioniert auch das System clickandbuy, welches insbesondere bei Musikdownloads eingesetzt wird. Beide Systeme haben den Vorteil, dass die Bankdaten nicht preisgegeben werden müssen.

Telefonische Freischaltung

Andere Anbieter arbeiten mit einer telefonischen Freischaltung, wie etwa Giropay. Dies ist ein Verfahren einiger deutscher Banken, bei dem es sich um eine vereinfachte Form des Internetbankings handelt. Wer angemeldet ist, der wird mit Eingabe der eigenen Bankleitzahl von der Homepage des Verkäufers direkt ins eigene Internetbanking-Programm geleitet, wo er einen bereits ausgefüllten Überweisungsträger findet. Dieser muss nur noch abgeschickt werden. Hier wird zur Authentifizierung das PIN-TAN-Verfahren verwendet. Ein sicherer und praktischer Service, der zudem häufig kostenlos ist. Der Nachteil: Nach erfolgter Transaktion besteht keine Widerrufsmöglichkeit.

Weitere Möglichkeiten

Anders wird das Verfahren bei dem Treuhandservice iclear gehandhabt: hier leitet der Käufer das Geld zunächst an den Service weiter, der die Summe dann dem eigentlichen Verkäufer zukommen lässt. Das bedeutet geringes Risiko, allerdings ist das System bisher noch nicht in jedem Shop verfügbar. Eine weitere Methode bietet die Paysafecard an. Ähnlich wie mit einer Prepaid-Karte kann damit im Internet eingekauft werden. Der Nutzer muss die Karte lediglich mit einem Guthaben aufladen und bei Transaktionen den Code der Karte eingeben. Zwar ist diese Bezahlungsmöglichkeit anonym und für Käufer kostenlos, geht aber die Karte verloren, ist auch das gesamte Guthaben weg. Desweiteren bietet web.cent ein Zahlsystem, das einer Mischung aus Bonus- und Prepaidprogramm darstellt. Hier zahlt man mit virtueller Währung recht problemlos, ermächtigt aber auch zur Erstellung eines Käuferprofils durch web.de. Ein andere Alternative bietet die wirecard. Hier muss zunächst ein Guthabenkonto aufgeladen werden. Im Anschluss erhält man eine Kreditkarte, mit der man zahlen kann. Da man hiermit jedoch nur Online-Rechnungen begleichen kann, ist dieses System für den Offline-Einsatz nicht geeignet. Ferner können Online-Rechnungen auch über die Geldkarte beglichen werden. Hierfür werde Kartenleser der Klasse 3 oder Smartcard-Reader, die zwischen 20-70 € kosten, benötigt. Dieses System bietet den Vorteil, dass der Bezahlvorgang über ein automatisch erscheinendes Browserfenster möglich ist. Problematisch ist, dass jedermann die Karte nutzen kann, jedoch können nicht mehr als 200 € auf die Karte geladen werden.

Was man bei Online-Bezahlsystemen beachten sollte

Egal für welches System man sich letztendlich entscheidet, an einige kleine Sicherheits-Regeln sollte man sich in jedem Fall halten. Zum Beispiel empfiehlt es sich, die AGB sowie das Impressum des Anbieters zu lesen, damit festgestellt werden kann, ob es sich zum einen seriösen Händler handelt. Auch die Möglichkeit Waren nicht nur online, sondern auch über Fax oder telefonisch bestellen zu können gibt Aufschluss über die Vertrauenswürdigkeit des Online-Shops. Ganz besonders wichtig ist es, immer ein aktuelles Anti-Viren Programm zu verwenden, denn so können Spionagesoftware und Co nicht auf ihren PC gelangen. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass zu dem Zeitpunkt, in dem vertrauliche Daten im Internet eingegeben werden, eine verschlüsselte Verbindung besteht, was sich an den Buchstaben https vor einer Internetadresse (URL) sowie dem Vorhängeschloss auf der Browser-Statuszeile erkennen lässt. ARAG Experten raten dazu, trotz geprüfter Zahlungssysteme die Vorsicht nie ganz außer Acht zu lassen, damit nicht statt Geschenken böse Überraschungen ins Haus kommen. Es ist insbesondere nicht auf die häufig vorkommende Phishing-Masche einzugehen. Dies ist zu vermeiden, indem man nicht auf E-Mails reagiert, die zur Preisgabe persönlicher Daten, insbesondere Kontodaten, und/oder Passwörtern bzw. TAN-Nummern auffordern reagiert und falls die E-Mail mit einem Link auf eine website versehen ist, auf der persönliche Daten und/oder Passwörter bzw. TAN-Nummern gefordert werden, auf dieser website keine Daten angegeben werden. Am besten sollte man sich immer auf die Internetseite des jeweiligen Zahlsystems begeben. Grundsätzlich sollten immer bereits bekannte und kundenfreundliche Bezahlverfahren genutzt werden.

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