Ein Beamer für die Westentasche

Schütte gratuliert Forschern zum Beckurts-Preis: "Die Entwicklung grüner Halbleiterlaser ist eine herausragende Pionierleistung
(lifePR) (Berlin, ) Mit dem Smartphone in einem Meeting schnell die neuesten Charts an die Wand werfen oder Freunden die letzten Urlaubsfotos in Postergröße zeigen - winzige Piko-Projektoren in Handys oder Digitalkameras machen es möglich. Voraussetzung für den Siegeszug solcher integrierter Überall-Projektoren sind kompakte Laserquellen in blau, rot - und grün. Während es entsprechende Quellen für rotes und blaues Laserlicht schon gibt, galten direkt grün leuchtende Halbleiterlaser lange Zeit als nicht realisierbar. Bislang konnte grünes Laserlicht, wie es zum Beispiel bei Laserpointern zum Einsatz kommt, nur durch die aufwändige und kostspielige Methode der Frequenzverdopplung aus unsichtbarer infraroter Laserstrahlung erzeugt werden.

Mit den jetzt prämierten Forschungsergebnissen steht nun auch die ersehnte grüne Farbe aus kompakten Halbleiterlasern zur Verfügung. Für ihre Entwicklung wurde dem Forscher-Team um Dr. Désirée Queren, Dr. Stephan Lutgen und Dr. Adrian Avramescu von OSRAM Opto Semiconductors heute in München der renommierte Karl Heinz Beckurts-Preis verliehen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Forschungsarbeiten zu blauen und grünen Laserdioden bei OSRAM OptoSemiconductors im Rahmen des Verbundprojektes "MOLAS - Technologien für ultrakompakte und mobile Laser-Projektionssysteme aus dem Förderprogramm "Optische Technologien.

"Ich gratuliere den Preisträgern zu ihren herausragenden Ergebnissen, sagte BMBF-Staatssekretär Georg Schütte. "Diese Pionierleistungen schaffen die Grundlage dafür, dass mit dem dreifarbigen RGB-Lasermodul eine zentrale Komponente der Piko-Projektoren aus Deutschland kommen wird. Auch wenn auf den Geräten die Namen skandinavischer, amerikanischer oder asiatischer Firmen zu finden sind - es gilt: "German Hightech inside. "Auf solche Schlüsselkomponenten entfällt ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfung. Ihre Fertigung an Standorten in Deutschland schafft und sichert Arbeitsplätze, betonte Schütte. Als weitere Anwendungsfelder der grünen Mini-Laser sind Medizin- und Messtechnik denkbar. "Die Auszeichnung ist eine weitere Bestätigung dafür, dass wir die Innovationskraft deutscher Unternehmen mit unserer Förderpolitik im Rahmen der Hightech-Strategie erfolgreich stärken, so Schütte.

Der Karl-Heinz Beckurts Preis ist mit jeweils bis zu 30.000 Euro dotiert und wird jährlich von der Karl-Heinz Beckurts Stiftung an bis zu drei Forscherinnen oder Forscher verliehen. Die Stiftung wurde 1987 zum Andenken an den 1986 von Terroristen ermordeten Physiker und Siemens-Vorstand Karl-Heinz Beckurts von der Helmholtz-Gemeinschaft gegründet und dient der Förderung der Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Weitere Informationen zu dem BMBF-Projekt "MOLAS - Technologien für ultrakompakte und mobile Laser-Projektionssysteme finden Sie unter: http://www.optischetechnologien.de/...

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