Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Gerd Müller verleiht Tierschutz-Forschungspreis für Ersatzmethoden zu Tierversuchen

(lifePR) (Bonn, ) Der Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird in diesem Jahr für die Entwicklung einer Alternativmethode zum Ersatz des Tierversuchs an Meerschweinchen bei der Herstellung von Tetanusimpfstoffen vergeben. "Mit dem Preis zeichnen wir wissenschaftliche Arbeiten aus, die Tierversuche weiter einschränken oder ganz ersetzen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller heute bei der Preisverleihung in Berlin. Die Arbeiten der diesjährigen Preisträgerinnen vom Paul-Ehrlich-Institut (BfR) in Berlin seien ein gutes Beispiel dafür, dass Tierversuche nicht nur ersetzt werden können - pharmakologische oder toxikologische Fragen könnten durch neue Methoden zum Teil sogar besser als im Tiermodell untersucht werden, so Müller.

Mit der neuen "Entwicklung einer In-vitro-Methode zur Bestimmung von Resttoxizität in Tetanusimpfstoffen" kann die im Europäischen Arzneibuch vorgeschriebene Sicherheitsprüfung von Tetanusimpfstoffen an bisher etwa 2000 Meerschweinchen jährlich ersetzt werden. Den 29. Forschungspreis erhalten die vier Wissenschaftlerinnen Dr. Heike Behrensdorf-Nicol, Ursula Bonifas, Dr. Beate Krämer und Dr. Karin Weißer. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET) im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vergeben.

Darüber hinaus engagiert sich das BMELV auch für die Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen bei der Stiftung "set". Die Stiftung wurde 1986 von verschiedenen Industrieverbänden gegründet und steht für das Engagement der Industrie, Alternativmethoden zum Tierversuch zu entwickeln. Durch eine zusätzliche finanzielle Unterstützung des BMELV soll sichergestellt werden, dass sämtliche förderungswürdige Forschungsvorhaben auch in Zukunft umgesetzt werden können.
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