Niedrige Preise - hohes Tierleid

Wenn Produktionskosten bei tierischen Lebensmitteln gedrückt werden, weil es "der Markt" verlangt, dann sind an erster Stelle die Tiere die Leidtragenden
Legehennen auf dem Übelacker-Hof (lifePR) (Vohburg, ) Die Schlacht um den Verbraucher geht weiter. Namhafte Lebensmittelhändler drücken die Bioeierpreise und zahlen trotz gestiegener Erzeugungskosten deutlich unter Vorjahr. Dieser Preisdruck wird auf dem Rücken der Tiere ausgetragen. "Die Entwicklung im Sinne von 'bio für alle' wird auf falschen Wegen beschleunigt", so Walter Höhne von der Biohennen AG. Statt die Bioeier-Produktion in viele kompetente bäuerliche Hände zu legen, werden Biobetriebe immer weiter industrialisiert. Der Grund: Die unausgereifte EU Bio Verordnung lässt zu viele Herden je Stallgebäude zu und öffnet damit Tür und Tor für industrielle Strukturen. So entstehen seit vielen Jahren Stallgebäude mit über 24.000 Hennen die meistens im Besitz der verkaufenden Eierpackstellen sind und von so genannten "Farmleitern" betreut werden. Nur durch diese radikalen Rationalisierungsmaßnahmen sind die zum Teil extrem niedrigen Preise zu erreichen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Massenproduktion und Preisdumping dazu führen, dass es mit der biologischen Erzeugung nicht mehr genau genommen wird. Aktuell liegen gerade mal rund 1,4 Cent pro Ei zwischen dem Bauernpreis der Biohennen-Bauern zu den momentanen Einkaufspreisen mancher Lebensmittelhändler. Da mit 1,4 Cent die Kosten für Sortierung, Verpackung, Logistik und Verwaltung nicht abzudecken sind, muss dort bei der Erzeugung extrem gespart werden. Dass dafür nicht mit guter biologischer Praxis gearbeitet werden kann ist zumindest anzunehmen.

Für die Bauern der Biohennen ist diese Entwicklung ein Verrat am Biogedanken, der nicht nur den Tieren ein artgerechtes Leben verspricht, sondern sich auch den Erhalt bäuerlicher Strukturen auf die Fahne geschrieben hat. "Enthüllungen wie jüngst in der FAKT-Sendung mit kaum befiederten Hennen und nicht beseitigten Tierkadavern in großen Stallanlagen sind zwar für alle Beteiligten unangenehm, aber leider zum Teil auch biologischer Alltag", so Die Biohennen.

"Unseren Kunden beweisen dass ein höherer Preis akzeptiert wird, sofern ein erkennbarer Mehrwert auch tatsächlich vorhanden ist. Schließlich kaufen sie Bioeier mit der Überzeugung, dass es den Tieren gut geht."

Kontakt

Die Biohennen AG
Habichtstr. 42
D-85088 Vohburg

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