"Brot ist Teil unseres kulinarischen Erbes"

Zum 10. Mal Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk
Das Gruppenfoto zeigt alle Preisträger sowie Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D. (1. Reihe, 3. v. re.) und Staatsminister Helmut Brunner, MdL (1. Reihe, 4. v. li.) (lifePR) (München, ) Zum zehnten Mal sind am 15. Dezember 2010 Handwerksbäckereien aus dem gesamten Freistaat mit dem Staatsehrenpreis für das bayerische Bäckerhandwerk ausgezeichnet worden. Der Bayerische Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, MdL, übergab im Vierschimmelsaal der Münchner Residenz die Ehrenpreise persönlich an insgesamt 20 Betriebe. In seiner Festrede betonte Minister Brunner die Leistungen der bayerischen Handwerksbäckereien, die "einen wertvollen Beitrag leisten, die kulinarische Tradition und die Schätze der bayerischen Regionen für künftige Generationen zu bewahren." Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger, MdL a. D., freute sich darüber, dass die zehnte Verleihung des Staatsehrenpreises nunmehr das erste - kleine - Jubiläum dieser bundesweit einzigartigen Auszeichnung markiere: "Das bayerische Bäckerhandwerk hat im Fall des Staatsehrenpreises zusammen mit dem Bayerischen Landwirtschaftministerium ein echtes Stück Pionierarbeit geleistet."

Vor über 150 Gästen legte Staatsminister Brunner besonderen Wert darauf, die kulturelle Bedeutung von traditionellen Lebensmitteln, wie sie bayerische Brot- und Backwaren darstellen, hervorzuheben. Er begrüßte deshalb ausdrücklich die im September erfolgte Gründung des Vereins "Kulinarisches Erbe Bayern". Der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk zählt zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, der sich die Weiterentwicklung der Esskultur und der Geschmacksbildung im Freistaat Bayern auf die Fahnen geschrieben hat. Zusammen mit dem Landwirtschaftsministerium, dem "Cluster Ernährung" und anderen interessierten Partnern will sich der Verein "Kulinarisches Erbe Bayern" für den Erhalt und die Pflege des Wissens um bäuerliche Landwirtschaft, handwerklich hergestellte Lebensmittel und regionale Spezialitäten einsetzen.

Auch Landesinnungsmeister Traublinger berührte in seiner Begrüßungsansprache das Thema der kulturellen Wertigkeit von traditionell hergestellten Lebensmitteln. Als zwei wichtige Projekte nannte er in diesem Zusammenhang die Aufnahme der "Bayerischen Brezn" in das "Weltgenusserbe Bayern" und die Bemühungen des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, auf Bundesebene Deutsches Brot mit seiner Vielfalt über die UNESCO als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Aus Anlass der zehnten Preisverleihung skizzierte der Landesinnungsmeister in einem kurzen Rückblick die Entwicklung des Staatsehrenpreises für das bayerische Bäckerhandwerk und betonte insbesondere, dass seit der ersten Vergabe in 2001 die Zahl der Bewerber um den Preis von Jahr zu Jahr gestiegen ist und diesem Jahr die stattliche Marke von 135 Betrieben erreicht hat. Das Renommee des Preises sei mittlerweile überaus hoch: "Jeder Betrieb, der den Preis einmal erhalten hat, der möchte ihn wieder bekommen. Könnte es ein schöneres Lob geben?"

Den Höhepunkt der Preisverleihung bildete die Überreichung der Medaillen und Ehrenurkunden an die zwanzig Betriebsinhaber, die Brunner und Traublinger gemeinsam vornahmen. Im Anschluss an die Preisverleihung konnten sich alle Gäste im angrenzenden Kaisersaal an einem Brotbuffet mit Spezialitäten der ausgezeichneten Betriebe einen eigenen Eindruck vom Qualitätsniveau der Preisträger verschaffen. Für die musikalische Begleitung sorgte das Blechbläserensemble "Hinterberger Musikanten".

Kontakt

Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk
Maistr. 12 II
D-80337 München
Dr. Wolfgang Filter

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