Hauchdünne Klimaschützer

Hohe Recyclingquote in Deutschland für Verpackungen aus Aluminium spart pro Jahr 300.000 Tonnen Kohlendioxid
(lifePR) (Grevenbroich, ) Die Versorgung der stetig wachsenden Zahl der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln gehört zu den scheinbar unlösbaren Aufgaben der Gegenwart. Die Klimaveränderungen verschärfen das globale Ernährungsproblem zunehmend. Etwa ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion verdirbt Jahr für Jahr. Auch die Klimabilanz wirft Fragen auf: Ein Fünftel der jährlich vom Menschen freige-setzten Treibhausgase entfallen auf die Herstellung und die Verteilung von Nahrungsmitteln. Moderne Transport- und Verpackungstechnologien tragen wesentlich dazu bei, dass Nahrungsmittel weniger verder-ben, gerechter verteilt und nachhaltiger genutzt werden. Seit 100 Jahren leisten Aluminiumverpackungen ihren Beitrag, ihr Potenzial ist längst noch nicht ausgeschöpft.

Sechs Tausendstel Millimeter reichen aus, um empfindliche Lebensmittel, Getränke oder Arzneimittel sicher zu schützen. Die Herstellung von Folien aus Aluminium hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten mit Blick auf die Produktivität bei der Herstellung und die Qualität der Verwendung ständig verbessert. Alumini-um-Folien gehören heute mehr denn je zu den Verpackungsmaterialien mit Nachhaltigkeitspotenzial. 1910, gut 25 Jahre nach der ersten industriellen Produktion von Aluminium, wurde erstmals Aluminium zu Folie gewalzt und als Verpackungsmaterial für eine bis heute berühmte Schweizer Schokolade verwandt. 1923 verließen in Grevenbroich die ersten 150 Tonnen Folie das neu gegründete Werk. Heute ist es der weltgröß-te Standort für das Folienwalzen, bis zu 120.000 Tonnen Aluminiumfolie werden pro Jahr produziert. Das Produktionsspektrum umfasst alle Dicken bis hinunter zu 6 Mikrometer und Breiten bis zu 2.020 Millimetern. Mit seinen Anlagen, dem regionalen Werkeverbund und dem Forschungszentrum in Bonn besetzt Hydro Aluminium Rolled Products die weltweit unangefochtene Technologieführerschaft.

Aluminiumverpackungen schützen nicht nur ihren Inhalt, sondern auch Umwelt und Klima. Markt- und Ver-wertungsmengen werden in Deutschland regelmäßig durch ein unabhängiges Forschungsunternehmen im Auftrag des Umweltbundesamtes ermittelt. Die Zielvorgabe der Verpackungsverordnung, mindestens 60 Prozent der Mengen zu recyceln, wird deutlich übertroffen. Im Jahre 2008 gingen mit rund 74.000 Tonnen mehr als 80 Prozent der Aluminiumverpackungen in Deutschland in die Wiederverwertung. Beim Recycling von Aluminium werden gegenüber der Herstellung des Primärmetalls bis zu 95 Prozent Energie eingespart. Bezogen auf die jährlichen Verwertungsmengen betragen die jährlichen Einsparungen auf der Klimaseite damit etwa 300.000 Tonnen CO2. Aufwendungen für Sammlung, Aufbereitung und Recycling sowie auftre-tende Materialverluste sind bei dieser Betrachtung bereits berücksichtigt.

Resourceneffizienz und Klimaschutz durch Aluminiumverpackungen lassen sich mitunter grammgenau bi-lanzieren. Beispiel Kaffee: Der Genuss einer Tasse Milchkaffee in Mitteleuropa ist mit der Freisetzung von rund 160 Gramm Kohlendioxid verbunden. Den größten Anteil an den Umwelt- und Klimaauswirkungen ha-ben der Kaffeeanbau und die Warmwasserbereitung. Auf die aluminiumhaltige Verpackung entfallen weniger als 2 Gramm CO2. Wird durch die Verpackung der Verderb des Inhalts nur um wenige Prozent reduziert, hat sich der Einsatz des aluminiumhaltigen Verpackungsmaterials bereits unter Klimagesichtspunkten gelohnt.

"Aluminiumrecycling spart Rohstoffe und Energie. Je höher die Verwertungsraten, umso beträchtlicher ist der positive Beitrag zum Klimaschutz. Wir ermöglichen weitere Beiträge zum Klimaschutz durch effiziente Ver-packungslösungen," erklärte Oliver Bell, Vorsitzender der Initiative Metalle pro Klima und Executive Vice President Rolled Products von Hydro.

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Dirk Langolf
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