Eine Reise durch den Linzgau am Bodensee

Fahr-mal-hin SWR-Fernsehen 25.01.11 um 22:00 Uhr
Florian Gulde ist mit seinen 1.000 Schafen in dem Fernsehfilm „Den Bodensee stets im Blick“ regelrecht auf der Flucht. Vom verschneiten Heiligenberg zieht er Richtung See, wo noch grünes Gras, zwischen den Schneefeldern, die Schafe lockt. (lifePR) (Überlingen, ) "Wer hat schon so was? Wintersport, und gleichzeitig im See schwimmen? - Geschichtsdenkmäler, und gleichzeitig die Landschaft zum Fressen gern?" Der Überlinger Filmautor Erich Schütz nennt schon in den ersten Passagen, seines neusten SWR-Films "Den Bodensee stets im Blick", in der SWR-Reihe "Fahr-mal-hin", seine guten Gründe, warum er im Linzgau lebt. Bunte Bilder in herrlichen Farben belegen seine Begeisterung für den abwechslungsreichen Landstrich am nördlichen Bodenseeufer. Die Fernsehdokumentation wurde zu einer Hommage an seine Wahlheimat.

"Wo gibt's schon so was?" fragt er zur Schau getragen überlegen: "Zuschauer und die Jungs vom Kraftsportverein Linzgau auf Tuchfühlung - und die sind Bundesliga-Stars!" Das Kamerateam des SWR-Fernsehens besucht Daniel Höfler wenige Stunden vor einem Kampf zuhause, und zeigt, wie sich die Taisersdorfer Ringer auf ihre Art warm machen: Daniel Höfler spaltet Holz. Schütz im Off: "Taisersdorf scheint was Magisches zu haben: 300 Einwohner, eine Kapelle, ein Dorfgasthaus und der Ringerverein - mit 600! Mitgliedern".

Florian Gulde ist ein weiterer Linzgauer, den das Fernsehteam auf seinem Weg begleitet. Florian Gulde ist mit seinen tausend Schafen regelrecht auf der Flucht. Vom verschneiten Heiligenberg zieht er Richtung See, wo noch grünes Gras zwischen Schneefeldern die Schafe lockt. Der junge Gulde im O-Ton: "Natürlich bleibe ich im Linzgau, wo soll es denn schöner sein?" Von wegen Landflucht! Entfährt es dem Kommentator.

Erich Schütz hat mehrere Kurz-Porträts echter Linzgauer zusammengetragen, um mit ihnen den Landstrich zu spiegeln. Natürlich sieht man in seinem Film auch die "Linzgau-Köche", aber auch unbekannte Personen, die dem Linzgau im Stillen ein Gesicht geben. Zum Beispiel Franz Bingler, ein Drechsler in der dritten Generation, der für das Fernsehteam mal kurz das alte Wasserrad der Werkstatt seines Großvaters in Gang setzt. Ob es noch laufen wird?

Mitten durch den Linzgau schlängelt sich die Linzgauer Aach. Dabei erfährt man in dem Dokumentarfilm auch: Die Kelten nannten diesen Bach "Lentia" - daraus entwickelte sich der Name der Region. Dank seinem Wasser siedelten die Zisterzienser Mönche in den Linzgau und errichteten in fast 800 Jahren das heutige Kulturdenkmal "Schloss Salem". Doch von wegen nur Kulturdenkmal. Die katholische Gemeinde Salem nutzt die dreischiffige Säulenbasilika. Mit all ihrem Prunk, mit all ihrem Glanz der Spätgotik, und den Engel und Putten. Birgit Rückert führt das Fernsehteam durch das ehemalige Kloster. Sie ist heute, im Auftrag des Landes, die Verwalterin des Kulturerbes.

Von Immenstaad-Meersburg, bis Überlingen-Sipplingen grenzt der Linzgau im Süden an den Bodensee. Unterhalb der Kirche, auf der Birnau-Halde, wächst heute noch ein ganz besonderer Wein. Die Mönche haben die Reben aus dem Burgund importiert. "Das sind schon besondere Genießerreben. Sie lauschen dem Wellenschlag des Wassers und bewegen sich im Takt der Seebrise", attestiert Schütz dem Linzgau-Wein.

Nach der Reise durch den Linzgau staunt der Zuschauer auf der Überlinger Promenade noch immer: "Schon beneidenswert, den Bodensee stets im Blick zu haben - und oben, einen Kittel kälter - 20 Kilometer gespurte Langlaufloipen, zwei Skilifte ...

Wer hat schon so was?"

Der Film "Den Bodensee stets im Blick - Eine Reise durch den Linzgau", strahlt der SWR in seiner Reihe "Fahr-mal-hin" am Dienstag, 25. Januar, in Südwestfernsehen, um 22 Uhr, aus.

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