Silvester »à la carte«

FR 31.12.10 / 19.00 Uhr / Konzerthaus Berlin, Großer Saal
(lifePR) (Berlin, ) Tiroler Speckknödelsuppe, Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster - und zum Abschluss ein Einspänner oder ein Obstler: Läuft Ihnen da nicht das Wasser im Mund zusammen? Wie würde wohl die musikalische Entsprechung zu diesem Menü aussehen?

Unsere Gäste haben mit dem Kauf ihres Tickets die Wahl: Zum Jahresausklang 2010 seviert das Konzerthausorchester Berlin unter Lothar Zagrosek ein Programm, das ganz im Zeichen der k. u. k. Monarchie steht. Silvester »à la carte« - diesmal an der schönen blauen Donau!

Kaisertum Österreich, Österreichisch-Ungarische Monarchie oder kurz Österreich: So wechselvoll die Historie dieses Reiches sich darstellte, so reich war seine kulturelle Geschichte, und in der Musik-geschichte Europas wurden hier einige der glanzvollsten Kapitel geschrieben. »Ja, es war, trotz vielem, was dagegen spricht, Kakanien vielleicht doch ein Land für Genies; und wahrscheinlich ist es daran auch zugrunde gegangen«, meine Robert Musil.

Derjenige hat nun die Qual der Wahl, der aus dem reichhaltigen Angebot ein Silvestermenü à la carte zusammenstellen soll. Nun gilt die Küche der kakanischen Metropolen und Provinzen als überaus gehaltvoll, und so haben wir versucht, für »Bekömmlichkeit« dadurch zu sorgen, dass wir durchaus auch Entlegenes aufzutischen wagen und Werke von Komponisten aufs Programm setzen, die dem heutigen Nachfolgestaat der einstigen Monarchie entstammen: etwa HK Grubers »Charivari« (was soviel heißt wie »Katzenmusik«, aber beileibe nicht so klingt). Andere Kompositionen sind absolute Raritäten: Kaum jemand kennt Smetanas »Triumphsinfonie«, die der junge Komponist dem Kaiser als Hochzeitsgeschenk kredenzte. Wenig bekannt sind auch Josef Suks »Ein Wintermärchen« nach Shakespeare oder Erich Wolfgang Korngolds glanzvolle Ouvertüre »Sursum Corda« (Erhebe die Herzen) - dabei repräsentieren diese Stücke par excellence die späte Romantik der Jahrhundert-wende und stehen der Musik eines Richard Strauss in nichts nach.

Auf die wohlbekannten »Schmankerln« muss man dennoch nicht verzichten: sie werden zum Dessert gereicht.

Silvester »à la carte«

Konzerthausorchester Berlin
Lothar Zagrosek
Claudio Bohórquez Violoncello

»Amuse-gueule«
Oskar Nedbal Ouvertüre zur Operette »Polenblut«

»Entrée«
Gustav Mahler Klavierquartett a-Moll, für Orchester von Colin Matthew
oder
Béla Bartók Konzertsuite aus dem Ballett »Der holzgeschnitzte Prinz«
oder
HK Gruber »Charivari« für Orchester (1981)

»Premier Plat«
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur Hob VIIb:3
oder
Georg Christoph Wagenseil Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur
oder
Friedrich Gulda Konzert für Violoncello und Blasorchester

»Plat Principal«
Josef Suk »Ein Wintermärchen« - Sinfonische Dichtung op. 9
oder
Erich Wolfgang Korngold »Sursum corda« - Sinfonische Ouvertüre op. 13
oder
Bedrich Smetana »Triumphsinfonie« E-Dur op. 6, 3. und 4. Satz

»Dessert«
Johannes Brahms Zwei Ungarische Tänze
oder
Antonín Dvořák Zwei Slawische Tänze
oder
Franz Lehar »Gold und Silber« - Walzer op. 79
(Das ausgewählte Programm wird erst beim Konzert bekannt gegeben.)

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Konzerthaus Berlin
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Karolin Roelcke
Assistenz Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
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