Wer kennt seinen eigenen Blutdruck?

Checkliste
(lifePR) (München, ) Zu hoher Blutdruck wird häufig erst spät bemerkt, da er anfangs nicht zu spüren ist und keine eindeutigen Symptome auftreten. Doch je eher ein Bluthochdruck (Hypertonie) erkannt und behandelt wird, desto besser können Folgeerkrankungen verhindert werden. Daher ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig messen zu lassen oder selbst zu messen. Eine gesunde Lebensweise hilft, die Werte niedrig zu halten beziehungsweise zu senken. Die Experten von TÜV SÜD wissen, welche Risikofaktoren zu vermeiden sind und was bei der Blutdruckmessung in Eigenregie beachtet werden muss.

Risikofaktoren:

Übergewicht

Zu viel Fett, vor allem am Bauch, schadet der Gesundheit, da das Bauchfett ungünstige Veränderungen im Körper auslöst. Jedes überschüssige Pfund bedeutet eine stärkere Belastung für Herz und Kreislauf. Blutmenge und Blutdruck nehmen zu. Beträgt der Taillenumfang bei Männern 102 Zentimeter oder mehr und bei Frauen 88 Zentimeter oder mehr, steigt das Bluthochdruck-Risiko. Daher sollte in diesem Fall eine Gewichtsreduktion angestrebt werden.

Bewegungsmangel

Wer sich kaum bewegt und keinen Sport treibt, erhöht das Risiko für Bluthochdruck. Denn Herz, Kreislauf und Lunge arbeiten unökonomisch und schon bei kleinen Anstrengungen reagiert das Herz hochtourig. Regelmäßiger moderater Ausdauersport wie etwa Schwimmen oder Radfahren erhöht dagegen das allgemeine Wohlbefinden und reduziert das Risiko für die Entstehung eines hohen Blutdrucks. Körperliche Aktivität hilft aber auch, bereits erhöhte Werte zu senken.

Stress

Steht der Körper unter Stress, verengen sich die Blutgefäße und die Herzfrequenz steigt. Dadurch schießt der Blutdruck in die Höhe. Um den Stress abzubauen und einen dadurch bedingten hohen Blutdruck zu vermeiden, helfen Entspannungsübungen und regelmäßige sportliche Betätigung.

Salzkonsum

Der Verzehr von zu viel Speisesalz erhöht den Blutdruck, da es die Bildung von Botenstoffen fördert, die die Blutgefäße zur Kontraktion bringen. Etwa acht bis zwölf Gramm Salz pro Tag konsumiert der durchschnittliche Erwachsene in Deutschland. Das ist viel zu viel, denn pro Tag sollten maximal fünf bis sechs Gramm verzehrt werden.

Alkoholkonsum

Zwischen dem Alkoholkonsum, der Höhe des Blutdrucks und der Häufigkeit, an Bluthochdruck zu erkranken, besteht eine direkte Beziehung. Ein starker Alkoholkonsum ist verknüpft mit einem erhöhten Risiko für einen Schlaganfall. Männer sollten daher maximal 20 bis 30 Gramm Alkohol am Tag zu sich nehmen. Bei Frauen sollte die tägliche Alkoholmenge von 10 bis 20 Gramm nicht überschritten werden.

Rauchen

Das Rauchen aufzugeben, ist vermutlich eine der wichtigsten Maßnahmen unter den Veränderungen der Lebensgewohnheiten, um Herz- und Gefäßkrankheiten zu verhindern. Der Effekt des Rauchens auf den Blutdruck selbst ist klein. Trotzdem ist das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten bei Rauchern dramatisch erhöht. Daher sollten Menschen, die bereits unter Bluthochdruck leiden, das Rauchen möglichst aufgeben.

Erbanlagen, Alter und Geschlecht

Alle drei Faktoren haben großen Einfluss auf das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, können jedoch nicht beeinflusst werden. Daher ist es sehr wichtig, weitere Risiken für eine Bluthochdruckerkrankung durch Optimierung der Lebensweise abzubauen.

Korrekte Blutdruckmessung:

Wer den Blutdruck selbst messen möchte, hat die Wahl zwischen vollautomatischen und halbautomatischen Messgeräten, sowie zwischen Geräten für den Oberarm und das Handgelenk.

Für eine korrekte Messung sollten einige Punkte beachtet werden:

- Immer zur selben Tageszeit messen.
- In Sitzhaltung nach einer Ruhepause von etwa drei Minuten messen.
- Immer am gleichen Am messen und diesen während der Messung nicht bewegen.
- Bei Druckdifferenzen zwischen beiden Armen, am Arm mit dem höheren Blutdruckwert messen.
- Handgelenk-Messung: Manschette am Handgelenk anlegen und in Herzhöhe halten. Gelegentlich sollten die Werte am Handgelenk durch eine ärztliche Messung auf Richtigkeit überprüft werden.
- Oberarm-Messung: Unterarm entspannt auf den Tisch legen und die Manschette zwei bis drei Zentimeter über der Ellenbeuge platzieren. Hochgeschobene Kleidungsstücke dürfen den Oberarm dabei nicht einschnüren.
- Wenn der Umfang des Handgelenks beziehungsweise des Oberarms sehr groß oder sehr gering ist, muss das Blutdruckgerät durch ein Gerät mit passender Manschettengröße ausgetauscht werden.

Weitere Informationen für Medien zum Thema Gesundheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/presse/BGM.

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Bettina Tillmanns
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