Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen über Angriffe auf die Pressefreiheit 2010

Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen über Angriffe auf die Pressefreiheit 2010 (lifePR) (Berlin, ) Im Jahr 2009 wurden weltweit 76 Journalisten während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet, 1.456 wurden tätlich angegriffen oder bedroht und 573 festgenommen. 570 Medien wurden zensiert und in 60 Ländern stand das Internet unter regelmäßiger Überwachung.

Wie sieht die Situation im Jahr 2010 aus?

Heute, am 30. Dezember 2010, veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (ROG) eine ausführliche Bilanz der Angriffe auf die Pressefreiheit im Jahr 2010. Darin analysiert die Medienrechtsorganisation Fälle von getöteten, festgenommenen, attackierten, entführten und geflohenen Journalisten und Bloggern. Darüber hinaus zieht ROG eine Bilanz der weltweiten Zensurmaßnahmen gegen Print-, Hörfunk- und TV-Medien sowie der Sperrungen von Websites.

Die Zahl der Länder, in denen Medienmitarbeiter ermordet wurden, ist im Vergleich zu 2009 von 20 auf 25 gestiegen. Vermehrt hat ROG in diesem Jahr außerdem Fälle von Entführungen beobachtet. Dies sind einige Ergebnisse der heute veröffentlichten Bilanz von Reporter ohne Grenzen (ROG) über Angriffe auf die Pressefreiheit im Jahr 2010. 535 Journalisten wurden im Laufe des Jahres festgenommen (2009: 573), 1.374 erlitten Gewalt oder wurden bedroht (2009: 1.456).

Demnach werden weltweit immer mehr Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit entführt. Im ablaufenden Jahr wurden mindestens 51 Medienvertreter gekidnappt, 18 mehr als im Jahr zuvor. Ein besonderes Risiko besteht in Afghanistan und Nigeria, so Reporter ohne Grenzen. In Kriegsgebieten getötet wurden 2010 insgesamt 57 Medienvertreter. Besonders gefährdet ist das Leben der Reporter in Pakistan, Irak, Mexiko aber auch in Afghanistan, Kolumbien, in Russland, Somalia und den Philippinen. Die Neutralität und die Arbeit der Journalisten werde oftmals nicht respektiert, beklagt Reporter ohne Grenzen.

Über Reporter ohne Grenzen:

Reporter ohne Grenzen ist eine weltweit agierende Menschenrechtsorganisation. Ein Netzwerk aus über 120 Korrespondenten, neun Sektionen und zwei Büros setzt sich rund um den Globus für Meinungs- und Pressefreiheit ein, recherchiert und dokumentiert Verstöße gegen dieses Menschenrecht und unterstützt verfolgte Journalisten und Medien. Mit gezielten Kampagnen macht Reporter ohne Grenzen auf Verstöße gegen die Pressefreiheit aufmerksam und leistet gleichzeitig dauerhafte Aufklärungsarbeit. Hauptsitz der internationalen Organisation ist in Paris; seit 1994 ist die deutsche Sektion von Berlin aus tätig. Reporter ohne Grenzen ist als Nichtregierungsorganisation international anerkannt mit Beraterstatus beim Europarat, bei dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen sowie bei der UNESCO.

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