Strompreise: Haushalte im Saarland bezahlen besonders viel für Strom

(lifePR) (Saarbrücken, ) Haushalte im Saarland bezahlen überdurchschnittlich viel für Strom. Das ergibt eine Untersuchung von Tarifexperten. Grundlage der Erhebung sind die Strompreise ab dem 1. Januar. Bundesweit erhöhen rund 570 Grundversorger zum Jahreswechsel die Strompreise, darunter auch viele Versorger im Saarland.

Nach Berechnungen des Vergleichsportals Check24 muss eine Familie im Saarland ab 1. Januar rund 1339 Euro für Strom bezahlen (Verbrauch: 5000 Kilowattstunden im Jahr). In keinem anderen Bundesland ist der durchschnittliche Strompreis damit höher als im Saarland. Zu Jahresbeginn 2010 hatte Thüringen die Negativ-Statistik angeführt, das Saarland landete damals auf Platz 2.

Die Preiserhöhungen zum 1. Januar 2011 sind bei der Untersuchung bereits berücksichtigt. Im Saarland steigen die Strompreise für einen Familienhaushalt durchschnittlich um knapp 89 Euro. Die Preiserhöhung zum Jahreswechsel ist von Verbraucherschützern und Matthias Kurth, dem Präsident der Bundesnetzagentur bereits als stark überzogen kritisiert worden.

Viele Stromanbieter begründen den Anstieg vor allem mit der Ökostrom-Umlage, die ab Januar 1,76 Cent mehr je Kilowattstunde kostet. Viele Versorger verlangen allerdings deutlich mehr. Die Stadtwerke Dillingen/Saar erheben mit 8,9 Prozent den prozentual höchsten Zuschlag im Saarland.

Der Großteil der Haushalte in Deutschland bezieht seinen Strom immer noch vom Grundversorger - und bezahlt damit viel mehr als nötig. "Stromkunden im Saarland können ihren Strompreis ganz leicht ändern, indem sie einen günstigen Anbieter suchen", sagt Robert Mundt, Vorstandsvorsitzender des unabhängigen Energieversorgers FlexStrom. Das mittelständische Unternehmen gewinnt derzeit besonders viele Kunden.

Durch einen Wechsel zu einem günstigen Anbieter kann ein Familienhaushalt leicht mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Der Wechsel des Versorgers lässt sich im Internet in wenigen Minuten veranlassen. Gesetzlich ist sichergestellt, dass die Stromversorgung dabei auf keinen Fall unterbrochen wird.

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