Handwerk + Wissenschaft = Technologie von morgen

(lifePR) (Mannheim, ) Ohne das Handwerk geht es nicht - nicht einmal in der Wissenschaft. Bei der Entstehung neuer Technologien sind Handwerker wichtige Impulsgeber, die von der Entwicklung bis zur Markteinführung aktiv beteiligt sind. Prof. Hans Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, sieht das Erfolgsrezept zukunftsweisender Ideen in der Zusammenarbeit von Handwerk und Wissenschaft. Zahlreiche wegweisende Produkte belegen diese ertragreiche Beziehung. Wissenschaft ohne Umsetzung ist reine Theorie und wird im Zweifelsfall niemals zur Anwendung kommen. Erst die Praxiserfahrung und Anwendungskompetenz der Handwerker sind ein Garant für die erfolgreiche Umsetzung von der Theorie in die Praxis. Mehr noch, viele Innovationen entstehen direkt im handwerklichen Arbeitsalltag und werden dann, in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft und Forschung, zur Marktreife gebracht. Experten, wie der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft Prof. Hans Jörg Bullinger, halten die Kooperation zwischen Handwerkern und Wissenschaftlern für unentbehrlich, da sie sich gegenseitig mit frischen Ideen und Know-how inspirieren. "Erst durch die Zusammenarbeit von Forschern mit Handwerkern können neue Ideen in innovative Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Ohne handwerkliche Kompetenz kein funktionsfähiger Prototyp, ohne Erfahrungswissen keine tragfähige Lösung", betont der Wissenschaftler.

Handwerker und Wissenschaftler in einem Boot

Der Austausch zwischen Wissenschaft und Handwerk hat bereits wegweisende Technologien und Produktionsprozesse hervorgebracht. Dafür stehen etwa die stolzen Preisträger des Professor-Adalbert-Seifriz-Preises. Von Detektoren für Gefahrstoffe bis zu computergesteuerten Messgeräten für tonnenschwere Lastkraftwagen wurden seit 1989 bereits über 100 innovative Technologien ausgezeichnet. Gemäß der Leitidee "Meister sucht Professor" ehrt der Technologietransferpreis damit gezielt die Verbindung wissenschaftlicher Forschung und handwerklicher Fachkenntnisse. Die Preisträger sind ein leuchtendes Beispiel dafür, dass der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Handwerk eine fruchtbare Beziehung darstellt, von der alle Beteiligten profitieren. Dies können auch die zahlreichen Handwerker der yachtwerft meyer aus Bremen bestätigen. Zusammen mit Wissenschaftlern der Fachhochschule Dortmund gehören sie zu den Preisträgern des Technologietransferpreises im Jahre 2010. Prämiert wurden sie für die Entwicklung und Markteinführung eines technischen Verfahrens zur Beheizung großer Kunststoffformen. Das Verfahren ermöglicht es, riesige Formen kostengünstig und energiesparend herzustellen, die später für Windkraftanlagen oder im Bootsbau eingesetzt werden.

Kompetente Beratung für zukunftsfähige Technologien

Doch von der Entwicklung bis zur Markteinführung neuer Technologien ist oft ein langer Atem gefragt. Hohe Kosten und langwierige Forschungstests stellen für kleine und mittelständische Betriebe enorme Hürden dar. "Ohne Kontakte zu wissenschaftlichen Kooperationspartnern und Hintergrundwissen über Fertigungstechnologien und Patentrechte ist eine Markteinführung heutzutage sehr schwierig", bestätigt Walter Pirk vom Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover. "Aus unserer Erfahrung ist eine individuelle und fachgerechte Beratung, die auf die speziellen Bedürfnisse handwerklicher Betriebe eingeht, äußerst wichtig", so Pirk. Die Handwerksorganisationen bieten den Handwerkern entsprechend umfassende Unterstützung an. Gut 400 technische Berater und Innovationsberater versorgen die Handwerker in ca. 40.000 Beratungen pro Jahr gezielt mit Informationen zur Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung neuer Technologien. So wird Technologietransfer für alle Beteiligten zu einem Gewinn.

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Detlev Michalke
Handwerkskammer Mannheim
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