Sexualisierte Medieninhalte

Sexual‐ und medienpädagogische Perspektiven
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (lifePR) (Berlin, ) Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien - sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist - die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden -, belegen Studi‐en, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können.

Gesetzliche Regelungen haben trotzdem ihre Berechtigung. Entwicklungsbeeinträchtigende oder sogar jugendgefährdende Angebote müssen von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden, z.B. durch eine Indizierung. Allein mit Gesetzen sind diese Angebote aber nicht zu reglementieren. Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Blick auf die Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität, mit diesen Medienangeboten umzugehen.

In der Ausgabe 1‐2011 der Zeitschrift Kinder‐ und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird das Thema von Medien‐ und Sexualwissenschaftler/inn/en aufgegriffen. Die Autorinnen und Autoren machen in ihren Beiträgen deutlich, dass u.a. eine besonnene Diskussion, eine Ausweitung der schulischen Aktivitäten und eine Intensivierung der Wirkungsforschung not‐wendig sind. Im Rahmen von Prävention ist eine Kooperation von Sexualpädagoginnen/ Sexu‐alpädagogen mit Medienpädagoginnen/ Medienpädagogen gefordert.

Aus dem Inhalt:

PD Dr. Dagmar Hoffmann: Wissensaneignungsprozesse von Jugendlichen in Bezug auf Kör‐perlichkeit, Liebe und Sexualität
Prof. Dr. Konrad Weller: Jugendsexualität und Medien
Barbara Flotho, Dr. Daniel Hajok: Pornografie, sexuelle Übergriffe und freizügige Selbstdar‐stellungen in den neuen Medien: Möglichkeiten zum Einbezug der Themen in die sexual‐ und medienpädagogische Arbeit.
Ralf Keysselitz: Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung. Interviewleitfaden für Lehrerge‐spräche
Sigmar Roll: Jugendschutz im Internet – eine ständige Weiterentwicklung

Die Ausgabe 1‐2011 der Zeitschrift Kinder‐ und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,‐ (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder‐ und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030‐400 40 333, Mail: kjug@bag‐jugendschutz.de

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ)
Mühlendamm 3
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Ingrid Hillebrandt
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