Umfrage: Hohe Zustimmung für Promilletest vor Fahrtantritt

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) ist für einen obligatorischen Alkoholtest für Autofahrer vor jedem Fahrtantritt. Und nur vier Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind generell gegen eine solche Kontrolle eingestellt, wie aus einer Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervorgeht. Vor allem in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen ist die Zustimmung zu einer automatisierten Promilleprüfung mit 59 Prozent besonders hoch. Mit 52 Prozent war der Anteil der Befürworter für den Promillecheck unter den Männern insgesamt höher als bei den Frauen mit 47 Prozent. Von allen Befragten sprachen sich 44 Prozent für einen automatisierten Alkoholtest vor Fahrtantritt für Fahranfänger unter 25 Jahren aus. Für Personen, die bereits mit Alkohol am Steuer aufgefallen waren, forderten 37 Prozent der 1004 Befragten eine Pflicht zum Pusten.

Praktische Erfahrungen sammeln vor allem skandinavische Brummifahrer mit dem von Volvo Trucks optional angebotenen Sicherheitssystem "Alcolock". Nach einem Focus-Bericht war im ersten Halbjahr 2010 bereits jeder vierte in Schweden ausgelieferte schwere Lkw mit dem Alkoholdetektor ausgestattet. Bei dem seit 2005 erhältlichen System muss der Fahrer "ins Röhrchen pusten", bevor er sich ans Steuer setzt. Überschreitet der Atemluft-Alkoholgehalt einen vorher festgesetzten Grenzwert - in Schweden 0,2 Promille -, wird die Zündung automatisch blockiert.

In den Niederlanden müssen nach Angaben von BITKOM ab Mai Fahrer, die mit 1,3 Promille Alkohol im Blut erwischt wurden, eine solche Zündsperre in ihrem Auto verwenden. In weiteren europäischen Ländern wie Frankreich, Finnland, Schweden und der Schweiz wird über einen Einsatz nachgedacht. In Deutschland sind Alkoholsperren im Fahrzeug bei Experten umstritten: Noch sei die Technik nicht zuverlässig genug, die Geräte könnten leicht manipuliert werden, und es sei für angetrunkene Fahrer zudem sehr einfach, jemand anderen pusten zu lassen.

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