Gigaliner: Staatsunternehmen verweigert Teilnahme am Feldversuch

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Nach Medienberichten wird sich der bedeutende Logistikdienstleister Schenker Deutschland nicht an dem von der Bundesregierung geplanten Feldversuch für überlange Lastkraftwagen, so genannten Gigalinern, beteiligen. Nach Auskunft des Unternehmens gegenüber dem Onlinedienst der Deutschen Verkehrszeitung (DVZ) sei die Teilnahme für einen flächendeckenden Anbieter im Landverkehr sinnlos, weil sich großflächige Bundesländer nicht an dem Test beteiligen. Dadurch würden wichtige Korridore im Landverkehr unterbrochen, und der Testversuch führe zu keinen neuen Erkenntnissen. Bislang lehnen acht Bundesländer eine Beteiligung ab, darunter das größte Bundesland Nordrhein-Westfalen. Auch andere potenzielle Teilnehmer an dem Feldversuch äußerten ihre Bedenken.

Schenker Deutschland ist Teil der Deutsche Bahn AG, die sich in Bundesbesitz befindet. Pikant dabei ist: Ein marktstarkes Unternehmen der Logistikbranche, das unter staatlicher Kontrolle steht, verweigert die Teilnahme am geplanten Feldversuch der Bundesregierung. Aus guten Gründen, meint der ARCD und fordert den Verzicht auf den geplanten Feldversuch. Der Club verweist darauf, dass bereits Erfahrungen aus mehreren "Praxistests" in einigen Bundesländern vorliegen. Sie konnten eine Reihe von schwerwiegenden Einwänden gegen eine normale Zulassung von Gigalinern auf Deutschlands Straßen nicht ausräumen.

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