Mit UV-Licht gegen den Vitamin D-Mangel

Pilot-Studie belegt: Der Vitamin D-Unterversorgung kann durch regelmäßige Behandlung mit UV-Licht abgeholfen werden
(lifePR) (Veldhoven, ) In den Wintermonaten, wenn die UV-Strahlen des Sonnenlichts in zu schwach sind, um die Vitamin D-Bildung über die menschliche Haut anzuregen, droht dem menschlichen Körper akute Vitamin D-Unterversorgung. Für ältere, gebrechliche Menschen, die sich ganzjährig nur noch selten im Freien und an der Sonne bewegen können, ist die Gefahr einen Vitamin D-Mangel zu erleiden ganz besonders groß. Als Folge dieser Unterversorgung mit dem "Sonnenschein-Vitamin" drohen Knochenschwund, häufiges Fallen und oft tödlich endende Knochenbrüche sowie Infektions- und Autoimmunkrankheiten. Die Medikamentierung mit Vitamin D-Präparaten ist eine häufig angewandte Methode, um einem Vitamin D-Mangel zu entgegnen.

Eine andere, den Untersuchungsergebnissen zufolge mindestens ebenso effektive und günstigere Methode haben jetzt holländische Wissenschaftler in einer Pilot-Studie dokumentiert: Die Behandlung von acht Patienten eines Pflegeheims, die zu niedrige Vitamin D-Werte aufwiesen, mit UV-Licht - ein Mal wöchentlich, über einen Zeitraum von acht Wochen - hob deren Vitamin D-Spiegel annähernd auf einen wissenschaftlich empfohlenen Mindestlevel an.

"Die Studienergebnisse zeigen, dass der Vitamin D-Unterversorgung durch eine regelmäßige und dauerhafte Behandlung mit UV-Licht wirkungsvoll abgeholfen und vorgebeugt werden kann", erklärt Victor Chel von der medizinischen Fakultät der Universität Amsterdam, bei dem die Federführung für die Studie lag. Zudem, so Chel weiter, sei diese Behandlungsmethode günstiger als die Gabe von Vitamin D-Präparaten und helfe, die Multi-Medikamentierung, der gerade ältere Menschen aufgrund von Mehrfach-Erkrankungen häufig ausgesetzt seien, einzuschränken.

Für die Pilot-Studie wurden als Probanden acht Patienten eines Pflegeheims mit einem Durchschnittsalter von 79 Jahren - die Altersspanne reichte von 71 bis 87 Jahren - herangezogen. Alle Probanden wiesen zu Beginn der Studie einen Vitamin D-Spiegel auf, der mit durchschnittlich 28,5 Nanomoleküle pro Liter Blut (nmol/L) die Mangelschwelle von 50 nmol/L deutlich unterschritt. Die Probanden wurden über einen achtwöchigen Zeitraum ein Mal wöchentlich mit UV-Lampen besonnt, die eine UVB-Strahlungsstärke von 0,5 MED (Minimale Erythem-Dosis) aufwiesen. Nach Abschluss der Studie verfügten die Probanden über einen Vitamin D-Spiegel von durchschnittlich 46,5 nmol/L. Ein durchschnittlicher Vitamin D-Spiegel von mindestens 50 nmol/L gilt in der Wissenschaft als Wert, ab dem Vitamin D seine positiven Wirkungen ausreichend entfalten kann. Als optimal gelten Werte von 70 bis 100 nmol/L. Vitamin D wird, angeregt durch UV-Strahlung, zu 90 Prozent über die Haut gebildet.

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