Werner Büttner erhält den vierten Hans Platschek Preis

(lifePR) (Karlsruhe, ) Werner Büttner, 1954 in Jena geboren, erhält im Rahmen der achten art KARLSRUHE (10. bis 13. März) den vierten Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift. Der Maler zählt zu den prominentesten Vertretern der "Neuen Wilden", einer in den achtziger Jahren mit saftiger Malerei populär gewordenen Kunstrichtung. Sein Schaffen erstreckt sich jedoch auf weit mehr als nur die Arbeit mit Leinwand und Pinsel. Zusammen mit Albert und Markus Oehlen sowie Martin Kippenberger wirbelte er den Kunstbetrieb mit Sarkasmus und beißender Ironie in Bild und Wort auf. Überdies firmierte er als Herausgeber und Verleger. Der bedeutende Hamburger Kunstsammler Harald Falckenberg, der in diesem Jahr als Einzeljuror verantwortlich zeichnet, schlug den Künstler vor. Seine Entscheidung begründete er mit den Worten: "Büttner bevorzugt das Fragmentarische, Aphoristische, die Rätselrede, das kleine, poetische Dickicht".

Kurz vor dem Mauerbau floh Büttners Familie 1961 aus der DDR nach München. Sein Jura-Studium brach er zugunsten der bildenden Kunst ab.
Der Autodidakt arbeitet seit den siebziger Jahren als Maler, Grafiker, Zeichner und Schriftsteller. Konsumwahn, vermeintliche Liberalität, konservative Werte - all diese gesellschaftlichen Umstände nahm Büttner "mit dem Anspruch, sich in jede kulturelle Fehlentwicklung kommentierend einzumischen" aufs Korn, formuliert Harald Falckenberg. Im kommenden documenta-Jahr 2012 ehrt ihn das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie, ZKM, mit einer großen Ausstellung. Es verbindet den Künstler, der sich mit Hans Platschek oftmals traf, laut Juror ein "sarkastischer Humor und harsches Urteil" mit dem Namensgeber des Kunstpreises. Seit 1989 unterrichtet er an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg, Zeichnen und Malerei. Zur art KARLSRUHE 2011 präsentiert Werner Büttner eine Auswahl seiner Werke und setzt sie in Kontrast zu Arbeiten von Hans Platschek.

Der mit 5000 Euro dotierte Hans Platschek Preis, vergeben von der Hamburger Hans Platschek Stiftung, belobigt einen bildenden Künstler, der sich neben herausragenden künstlerischen Leistungen gleichfalls exzellent in Wort und Schrift auszudrücken vermag. Die Verleihung findet am 10. März, 17 Uhr, im Foyer Ost statt. Bisherige Preisträger sind F. W. Bernstein (2008), Friedrich Einhoff (2009) und Monika Grzymala (2010).
Die zweite Ehrung der Messe, der art KARLSRUHE-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe, wird zum vierten Mal für die schönste One-Artist-Show am 11. März, 17 Uhr, im Foyer Ost vergeben.

Übrigens: Von Anfang Februar an steht in Apples Appstore eine art-KARLSRUHE-App sowohl fürs iPhone als auch iPad zum kostenlosen Download bereit. Bequem können Sie damit Skulpturenplätze, One-Artist-Shows, Hallenpläne, Galeristenporträts mit Beispielbildern und Kontakten erkunden und Merklisten erstellen.
Das Programm bietet zudem Schnittstellen für Facebook sowie Twitter und erlaubt das Verschicken von Inhalten per E-Mail.

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Philipp Schätzle
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