UN beschließt Gipfel zu nichtübertragbaren Krankheiten

Weltweit rund 7,4 Millionen Tote durch Krebs - Krebsgesellschaft fordert Bundesregierung zur aktiven Mitgestaltung auf
(lifePR) (Berlin, ) Weltweit sterben jährlich etwa 35 Millionen Menschen durch nichtübertragbare Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, chronische Lungenerkrankungen und Krebs. Das sind rund 60 % aller jährlichen Todesfälle. Alters bedingt nimmt dieser Anteil stetig zu. Krebserkrankungen sind dabei allein für über 7,4 Millionen Todesfälle (13% aller Todesfälle) verantwortlich. An Krebs sterben nach WHO-Schätzung jährlich mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.

Um diesen Trend entgegenzuwirken hat die UN-Generalversammlung nun einen gesundheitspolitischen Gipfel zum Thema "Nichtübertragbare Krankheiten" im September 2011 in New York einberufen. Ziel soll es sein, wirkungsvolle Strategien gegen den stetigen Anstieg der Todesfälle von nichtübertragbaren Krankheiten zu entwickeln.

"Aufgrund der Alters bedingten Zunahme von nichtübertragbaren Erkrankungen müssen jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Nur so kann eine effektive Präventionspolitik gegen Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs auch nachhaltig sein", erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. Denn: Experten schätzen, dass ein Drittel aller Krebstoten durch gesunden Lebensstil und ein weiteres Drittel durch effektive Früherkennungsuntersuchung vermieden werden könnte. "Hier ist die Politik gefragt!", verlangt der Generalsekretär.

Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert nun die Bundesregierung zur aktiven Mitgestaltung des UN-Gipfels auf, um so auch die Erfahrungen aus dem Nationalen Krebsplan in Deutschland einbringen zu können. "Wir haben in Deutschland wichtige Erfolge bei der Krebsbekämpfung erzielt, auf die verwiesen werden sollte", so Bruns.

Hintergrund: Die Deutsche Krebsgesellschaft vertritt Deutschland in der UICC (Union of International Cancer Control). Die UICC ist die führende globale Ressource für Aktivitäten gegen Krebserkrankungen mit mehr als 300 Mitgliedsorganisationen in Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und im Nahen Osten.

Zur Vorbereitung des UN-Gipfels hat sich auf Initiative von diabetesDE ein deutsches Bündnis der wesentlichen Organisationen auf dem Gebiet zusammengeschlossen: diabetesDE, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und die Deutsche Krebsgesellschaft.

weitere Informationen unter: www.krebsgesellschaft.de

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André Franck
Pressesprecher
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