Hauke Jagau: "Wir sind ein Dach für 21 Städte und Gemeinden"

10 Jahre Region - Regionspräsident zieht Zwischenbilanz - Film erklärt Aufgaben
Nikolaj Georgiew (lifePR) (Hannover, ) Die Region Hannover feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. Zeit für eine Zwischenbilanz. "Die Solidarität innerhalb dieses Lebensraums ist größer geworden, der Wettbewerb zwischen Städten und Gemeinden, aber auch zwischen der Landeshauptstadt und den 20 Kommunen im Umland ist kleiner geworden", ist Regionspräsident Hauke Jagau überzeugt. "Es gibt eine neue Kultur der Zusammenarbeit." Die Region als Dach für einen gemeinsamen Lebensraum - das ist die Idee, die die Initiatoren verfolgten. Wesentliche Aufgaben wie zum Beispiel der öffentliche Personennahverkehr, die Gesundheitsversorgung und der Umweltschutz wurden für das gesamte Gebiet in eine Hand gelegt. "Das ist ein ungeheurer Qualitätsgewinn für die Menschen, die hier leben", sagt Jagau.

So sei die Sparkasse Hannover - 2003 aus der Zusammenlegung von Stadt- und Kreisspar-kasse entstanden - eine der stabilsten Sparkassen in Deutschland überhaupt. Die Klinikum Region Hannover GmbH - 2005 aus der Fusion von städtischen und Kreiskrankenhäusern entstanden - arbeite mittlerweile kostendeckend und stärke mit dem Neubau des Klinikums Mitte die Versorgungssituation und die Qualität der Gesundheitsversorgung in hohem Maße. "Mit seinen 13 Standorten bietet das Klinikum ein sehr gutes Angebot in der gesamten Region." Vorbildlich sei auch der öffentliche Personennahverkehr - "einer der besten Nahverkehre in Deutschland". Er soll weiter ausgebaut werden. "Als Klimaregion haben wir uns der Nachhaltigkeit verpflichtet", sagt der Regionspräsident. Außerdem sei es angesichts des demografischen Wandels wichtig, älteren Menschen die Möglichkeit zu bieten, auch ohne eigenes Auto mobil zu bleiben.

Trotz dieser Erfolge - viele Einwohnerinnen und Einwohner wissen nicht, welche Aufgaben die Region überhaupt übernimmt. "Wir wollen die lokale Identität nicht ersetzen", sagt Jagau. Das Geburtstagsjahr 2011 solle aber dazu beitragen, Aufgaben und Wirken der Region für die 1,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner stärker ins Rampenlicht zu rücken. Ein Baustein dafür ist der Film "Gestatten, Region Hannover" von dem hannoverschen Filmemacher Nikolaj Georgiew. Der Zehn-Minuten-Film führt auf ebenso anschauliche wie unterhaltsame Weise die Zuständigkeiten der Region vor Augen. Zu sehen ist der Streifen ab Donnerstag. 20. Januar, im Internet unter www.hannover.de und bei Veranstaltungen.

"Die Arbeiten daran haben wirklich Spaß gemacht", verrät Regisseur Georgiew. Und gelernt habe er dabei auch: "Ich hatte selbst nur ungenaue Vorstellungen davon, was die Region ist und tut", sagt der Filmemacher. "Ich denke, aber dass es uns in der kleinen Geschichte, die wir im Film erzählen, gut gelungen ist klar zu machen, was im Regionshaus und den Unter-nehmen der Region passiert." Neben den übrigen Darstellern haben auch Prominente wie 96-Chef Martin Kind, Mousse T. und Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker Gastauftritte.

Nicht der einzige Beitrag zum Geburtstagsjahr: Am 26. Juni öffnet die Region ihr Haus und das Gelände zum Tag der offenen Tür. Auch der Entdeckertag am 4. September dreht sich um das Thema "10 Jahre Region". Dazu kommen Fachveranstaltungen wie die Diskussionsreihe "Region im Dialog" am 9. Februar, bei der "Väter" und Vordenker der Region ebenso wie heutige Akteure auf dem Podium sitzen.

Ob die Region nach zehn Jahren am Ziel ihrer Entwicklung sei? Nein, sagt Jagau. "Wer glaubt, dass man jemals fertig sei, irrt sich." Nüchtern betrachtet sei die Regionsbildung 2001 die organisatorische Zusammenführung von Aufgaben und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus vier Institutionen gewesen: dem ehemaligen Landkreis, dem Kommunalverband Großraum Hannover, Teilen der Bezirksregierung und einzelnen Bereichen der Landeshauptstadt Hannover. "Das heißt nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen können." Die Herausforderung liege darin, stets im Blick zu haben, was die Bürgerinnen und Bürger brauchen. "Wir müssen die Art und den Umfang der Erledigung ständig überprüfen, gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Folgen für unseren Lebensraum assoziieren und unsere Arbeit danach ausrichten", sagt der Regionspräsident. "Es gibt kein starres Gebilde Region."

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