Aktionstag für Ausbildung am 18. Mai - neue Ideen und zwei Auszeichnungen

(lifePR) (Nürnberg, ) Am 18. Mai ist bundesweit Tag des Ausbildungsplatzes. Die Chemnitzer Arbeitsagentur nutzt den Aktionstag traditionell, um mit den Betrieben der Region den Nachwuchsbedarf zu besprechen. Viele Jahre stand dabei der Appell an Arbeitgeber im Vordergrund, mehr Lehrstellen anzubieten. Nachdem die Lage am Ausbildungsmarkt im vergangenen Jahr endgültig gekippt ist, steht der Tag des Ausbildungsplatzes 2011 unter anderen Vorzeichen. 980 Jugendliche aus Chemnitz und Mittelsachsen haben noch keinen Ausbildungsvertrag. Die Bewerbungen laufen, und viele werden in den nächsten Wochen eine Zusage bekommen. Vom passenden Berufswunsch ganz abgesehen, ist es somit schon rein rechnerisch nicht möglich, alle 1.350 freien Ausbildungsplätze zu besetzen.

"Es geht nicht darum, für mehr Ausbildung zu werben. Wir müssen neue Wege finden, um die vorhandenen Lehrstellen zu besetzen und regionalen Unternehmern den Nachwuchs zu sichern", erklärt Jens Burow, Geschäftsführer der Chemnitzer Arbeitsagentur. Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur testen deshalb am 18. Mai die sogenannte assistierte Vermittlung. Sie vereinbaren Vorstellungstermine für leistungsschwächere Schüler und begleiten diese auch zum Gespräch. Bewerber, Chef und Arbeitsagentur werden dann mit dem Ziel an einem Tisch sitzen, den Ausbildungsvertrag möglichst passend zu machen. Neu ist dabei, dass nicht nur Schulabgänger berücksichtigt werden, die noch auf der Suche sind. Es sind zusätzlich auch Azubis des ersten und zweiten Lehrjahres aus geförderter außerbetrieblicher Ausbildung angesprochen, sich für eine Fortsetzung im Betrieb zu bewerben. "Die Gruppe der geförderten Azubis hat Potential. Ich hoffe, einige der freien Lehrstellen besetzen und den Betrieben so schneller zu Nachwuchs verhelfen zu können", so Jens Burow weiter. Arbeitslosigkeit zu vermeiden, wäre ein zusätzlicher Effekt, denn außerbetrieblich ausgebildete Fachleute hatten es in der Vergangenheit deutlich schwerer, den direkten Übergang ins Berufsleben zu schaffen. Die Arbeitsagentur fördert Stützunterricht vom ersten Tag der Ausbildung an, um Jugendlichen mit schlechten Noten einen erfolgreichen Berufsabschluss zu ermöglichen. Am Aktionstag bekommen die Schüler auch inhaltlich ähnliche Lehrstellen angeboten, wenn es bisher im Traumjob nicht geklappt hat. "Alle müssen umdenken und flexibel sein, auch Unternehmer. Immer öfter entscheidet sich der Jugendliche für einen Betrieb und nicht umgekehrt", weiß Burow.

Zwei Ausbildungsbetriebe aus dem Chemnitzer Arbeitsagenturbezirk werden am Tag des Ausbildungsplatzes für ihr hervorragendes Engagement in der Ausbildung besonders gewürdigt. Die Zeisigwaldkliniken BETHANIEN Chemnitz und die Firma Landschaftsgestaltung, Straßen-, Tief- und Wasserbau GmbH in Freiberg erhalten von der Arbeitsagentur das offizielle Zertifikat für Nachwuchsförderung 2011.

Beratung zur Besetzung von Ausbildungsplätzen bekommen Betriebe beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter Chemnitz und Freiberg/Mittweida unter den bekannten Durchwahlnummern der Vermittler oder unter der Servicenummer 01801 66 44 66*

Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bekommen Rat und Unterstützung bei der Berufsberatung unter 01801 555 111*

*Festnetz 3,9 ct/min, mobil max. 42 ct/min
www.arbeitsagentur.de/...

Kontakt

Bundesagentur für Arbeit
Regensburger Straße 104
D-90478 Nürnberg
Michaela Barthel
Agentur für Arbeit Chemnitz
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