EU-Kommission stellt klar: keine Tests für ältere Autofahrer

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Die EU-Kommission plant keine Fahrtüchtigkeitstests für Senioren.Entsprechende Zeitungsberichte wies die EU-Kommission am Mittwoch zurück. Die EU-Führerschein- Richtlinie vom Dezember 2006, die 2013 in Kraft tritt, schreibe keine verpflichtenden Tests für ältere Autofahrer vor. Allerdings gebe sie den einzelnen Mitgliedstaaten die Möglichkeit, eigene Maßnahmen zu gestalten, um die Fahrtüchtigkeit von älteren Menschen zu überprüfen. Die Bundesregierung will aber nach Auskunft eines Sprechers auch künftig auf eine besondere Gesundheitsprüfung verzichten - dies auch vor dem Hintergrund, dass ältere Autofahrer nicht häufiger Unfälle verursachen als andere Fahrzeuglenker. Verpflichtende Gesundheitstests gibt es heute zum Beispiel bereits in Spanien, den Niederlanden und in Italien.

Die aktuelle EU-Richtlinie listet eine Reihe von gesundheitlichen Mängeln auf, die eine Fahrerlaubnis in Frage stellen können. Dazu zählen Augenleiden, Gehörschäden, Körperbehinderungen, Herz- und Gefäßkrankheiten, schwere Nierenleiden, Diabetes, Nervenleiden, psychische Erkrankungen sowie Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Für eine regelmäßige, aber freiwillige Überprüfung der Gesundheit bei älteren Autofahrern sprechen sich viele Politiker, Verbände wie der ARCD und Verkehrsexperten aus. Schon bisher können Behörden die Fahrerlaubnis verweigern oder entziehen, wenn ernste gesundheitliche Bedenken für die Fahreignung bestehen.

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