Wasserqualität in allen EU-Badegewässern einwandfrei

Zum Start der Badeseesaison am 15. Mai 2011 in der Region Hannover
Wasserprobe am Hufeisensee in Isernhagen: Bettina Tecklenburg vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover kontrolliert die Wasserqualität (lifePR) (Hannover, ) Alles klar zum Abtauchen! Die Wasserqualität an den 25 EU-Badestellen ist zum Start der Badeseesaison 2011 einwandfrei. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysen von Wasserproben, die der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover Anfang Mai gezogen hat. Bis zum 15. September überwachen nun Hygieneinspektoren regelmäßig den Zustand der Gewässer. Die Befunde werden für jeden See auf www.hannover.de/baeder veröffentlicht.

Bakteriologisch wird das Wasser auf zwei Keimarten untersucht: auf so genannte Intestinalen Enterokokken und Escherichia coli. Außerdem prüfen die Hygieneinspektoren den See anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen, die beim Verschlucken gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Auch den allgemeinen hygienischen Zustand einer Anlage nehmen die Inspektoren in den Blick.

Überschreiten die Ergebnisse der Wasserproben die von der Niedersächsischen Badegewässerverordnung vorgeschriebenen bakteriologischen Grenzwerte, spricht die Region Hannover ein Badeverbot aus. Treten vermehrt Blaualgen auf, wird vor dem Baden gewarnt. In beiden Fällen erhalten die Badeseegäste mit Schildern direkt am See einen Hinweis auf Verbot oder Warnung, außerdem erfolgt ein entsprechender Eintrag auf der Internetseite. In der Region Hannover sind 23 Seen mit 25 EU-Badestellen gelistet. An allen übrigen Gewässern besteht generelles Badeverbot.

Einfluss auf die Wasserqualität hat vor allem das Wetter. Viel Sonnenschein über mehrere Tage kann die Vermehrung von Blaualgen fördern. Wenn es über längere Zeit regnet, können sich Einschwemmungen vom Ufer negativ auf die mikrobiologischen Befunde auswirken. In den vergangenen Jahren musste kein See aufgrund der erhöhten Konzentration von Keimen gesperrt werden. "Und da wir in den vergangenen Tagen eher schönes Wetter hatten, ist auch die Wasserqualität der Gewässer sehr gut", sagt Dr. Konrad Wolfarth vom Team Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin der Region Hannover.

Der Umweltmediziner weist zugleich darauf hin, dass starker Pflanzenwuchs in den Seen aus hygienischer Sicht kein gesundheitliches Risiko darstellt und nicht unbedingt ein Hinweis auf eine Verschmutzung ist. "Bei Naturgewässern ist es nun mal selbstverständlich, dass darin auch Pflanzen leben und wachsen", so Wolfarth.

Aktuelle Informationen über Wasser und Freizeit in Region und Stadt Hannover bietet der Online-Bäderführer "Besser baden - schöner schwimmen", der ebenfalls auf www.hannover.de zu finden ist. Hier gibt es weitere Infos nicht nur zu Badeseen, sondern auch zu allen Schwimmbädern. Auf der Internetseite "Baden in der Region Hannover" steht auch das Faltblatt "Information EU-Badegewässer" zum Herunterladen bereit. Damit kann der Fachbereich Gesundheit auf einen See, der bisher nicht als EU-Badegewässer ausgewiesen ist, aber regelmäßig von zahlreichen Gästen zum Baden genutzt wird, hingewiesen werden.

Die Badestellen der freien Badegewässer in der Region Hannover im Überblick:

Altwarmbüchener See / Hannover und Isernhagen
Birkensee / Laatzen
Blauer See / Garbsen
Franzsee / Neustadt-Mandelsloh
Hufeisensee / Isernhagen
Irenensee / Uetze
Kiesteich / Neustadt-Bordenau
Kiesteich / Neustadt-Metel
Kirchhorster See / Isernhagen
Lohnder Kiesteich / Seelze
Maschsee / Hannover
Natelsheidesee / Wedemark-Bissendorf
Parksee Lohne / Isernhagen
Ricklinger Kiesteiche / Hannover (Großer Teich/ Ricklinger Bad, Siebenmeterteich, Dreiecksteich)
Silbersee / Langenhagen
Sonnensee / Hannover-Misburg
Springhorstsee / Burgwedel-Großburgwedel
Steinhuder Meer / Mardorf und Steinhude
Strandbad Hemmingen
Waldsee Ehlershausen / Burgdorf
Waldsee Hämelerwald / Lehrte
Waldsee Krähenwinkel / Langenhagen

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Nils Meyer
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