Kristina Schröder: "Wer Eltern unterstützt, hilft Kindern"

Das Bundesfamilienministerium fördert 4.000 Elternbegleiter durch Bundesprogramm "Elternchance ist Kinderchance" / Über 400 Veranstaltungen am Aktionstag 2011 der Lokalen Bündnisse für Familie
(lifePR) (Berlin, ) Am Internationalen Tag der Familie (Sonntag, 15. Mai 2011) startet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend offiziell das bundesweite Programm "Elternchance ist Kinderchance". Damit werden 4.000 Fachkräfte aus der Familienbildung zu Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern weiterqualifiziert. Sie sollen Müttern und Vätern mit kompetentem Rat bei allen Bildungsbelangen zur Seite stehen. Das Bundesfamilienministerium setzt damit einen weiteren Schwerpunkt in der Förderung der Bildungschancen von Kindern.

"Eltern wollen das Beste für ihre Kinder", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Sie wissen: Bildung ist der Schlüssel für Erfolg. Viele Eltern wünschen sich aber mehr Austausch und fachlichen Rat bei Fragen rund um Bildung und Erziehung. Mit den Elternbegleitern stellen wir ihnen kompetente Berater zur Seite, die den Eltern helfen und sie über passende Angebote in ihrer Nähe informieren. Mein Ziel ist, allen Kindern gute Startbedingungen zu bieten. Dafür brauchen sie Bildungschancen von Anfang an", so Kristina Schröder.

Die entscheidenden Voraussetzungen für den späteren Bildungserfolg von Kindern werden in der Familie geschaffen, deshalb muss frühe Förderung auch Eltern einbeziehen. Dafür benötigen Eltern selbst Bildungswissen, aber auch Informationen über vorhandene Hilfsangebote - von der sozialpädagogischen Familienhilfe über die Familienberatung bis hin zur Schuldnerberatung. Allerdings werden gerade Eltern aus bildungsfernen Familien auf herkömmlichen Wegen durch Institutionen wie Kitas und Schulen oft nur schwer erreicht. Eine Aufgabe der Elternbegleiter wird es daher sein, auf diese Eltern aktiv zuzugehen und sie für die Bedürfnisse ihrer Kinder zu sensibilisieren. Überall dort, wo Eltern mit ihren Kindern Angebote der frühen Förderung wahrnehmen, können sie aktiv werden: in Familienzentren, Kitas, Mehrgenerationenhäusern oder bei Eltern-Kind-Kursen.

Mit dem Start des Bundesprogramms "Elternchance ist Kinderchance" können sich Fachkräfte, die bereits haupt- oder nebenamtlich in der Familienbildung tätig sind, ab sofort bei den bundesweiten Familienbildungsträgern um die Weiterqualifizierung bewerben. Das Bundesfamilienministerium setzt den einheitlichen Rahmen für fachgerechte Curricula.

In der "Qualifizierungsinitiative für Deutschland" haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Bildung in den Fokus der Politik zu rücken. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund festgelegt, ihre Ausgaben für Bildung und Forschung in dieser Legislaturperiode um insgesamt 12 Milliarden Euro zu erhöhen, die Hälfte davon ist allein für Investitionen in Bildung und frühe Förderung vorgesehen. Gut 400 Millionen Euro wendet das Bundesfamilienministerium für die frühkindliche Bildung auf. Dies reicht von der gezielten Sprachförderung in Kindertagesstätten bis zur aktivierenden Elternarbeit im Umfeld der Kitas.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm "Elternchance ist Kinderchance" finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de> und www.elternchance.de
<http://www.elternchance.de>.

Unter dem Motto "Mitgedacht, mitgemacht - für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf" findet rund um den Internationalen Tag der Familie am 15. Mai auch der diesjährige Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie statt. An über 400 Standorten machen die 650 Lokalen Bündnisse für Familie und ihre Partner vom 7.

bis zum 22. Mai 2011 mit vielfältigen Aktionen auf ihre Arbeit aufmerksam - insbesondere auf die Projekte, die Eltern mit Schulkindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Diese ist nicht nur wichtig für die Mütter und Väter, sie nützt den Kindern und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Studien belegen: Fast eine halbe Million Mütter mit Schulkindern würden in die Arbeitswelt zurückkehren, wenn es passende Betreuungsangebote für ihre Kinder gäbe.

Die bundesweite Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Derzeit engagieren sich bundesweit mehr als 13.000 Akteure, darunter mehr als 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten.

Alle Informationen zum Aktionstag sind auf www.aktionstag2011.de <http://www.aktionstag2011.de> verfügbar. Alle Standorte sind auf der Aktions-Karte (www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/... <http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de/...>) verzeichnet. Weitere Informationen zu den Lokalen Bündnissen gibt es auf www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de <http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de>.

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