Die vergessene Mehrheit: pflegende Angehörige

Die renommierte Pflegewissenschaftlerin Dr. Angelika Zegelin ist am 30. Mai im Rahmen des Palliativmedizinischen Kolloquiums als Referentin zu Gast im Städtischen Klinikum Karlsruhe
(lifePR) (Karlsruhe, ) Es ist der Wissenschaftlerin ein zentrales gesellschaftliches Anliegen, auf die schwierige und herausfordernde Situation von pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen. Während ihres Vortrags zeigt sie exemplarisch Motive auf, warum Angehörige die Pflege ihres erkrankten Familienangehörigen in der häuslichen Umgebung auf sich nehmen. Sie skizziert gleichermaßen Belastungssituationen wie auch positive und erfüllende Momente bei der Begleitung von Pflegebedürftigen. Groß ist allerdings aus ihrer Sicht das Verbesserungspotential. "Pflegende Angehörige sind in unserem Gesundheitsweisen noch keine Adressaten, sie sollen aber bei der täglichen Bewältigung pflegerischer Aufgaben professionelle Unterstützungsmöglichkeiten entwickeln." Dies sei aus Sicht von Zegelin für die Betroffenen mitunter ein Drahtseilakt. Anhand von etlichen Beispielen geht sie auf die täglichen Herausforderungen pflegender Angehöriger ein. Besonderes Augenmerk richtet Zegelin dabei auf den immens wichtigen Gesundheitsschutz pflegender Angehöriger. Anhand ihrer Erfahrungen aus laufenden Projekten möchte die Wissenschaftlerin den pflegenden Angehörigen Möglichkeiten zur Schaffung von Ausgleich und Entlastung mit an die Hand geben. Im Anschluss an den Vortrag ist genügend Raum zum gemeinsamen Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

Angelika Zegelin ist als Pflegewissenschaftlerin im Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Entwicklung von Pflegewissenschaft, Aufbau einer pflegeorientierten Patienten- und Familienedukation, Interaktion in der Pflege, Sprache und Pflege in der Praxisentwicklung, Aktivitäten im Bereich Demenz sowie Prävention von Bettlägerigkeit.

Die Veranstaltung findet am 30. Mai um 19 Uhr im Städtischen Klinikum Karlsruhe im Hörsaal von Haus D statt. Veranstalter ist die Medizinische Klinik III, Schwerpunkt Onkologie, Hämatologie, Infektiologie und Palliativmedizin. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Interessierte können sich im Vorfeld unter der Nummer +49 (721) 974-3016 informieren.

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