Fachkräfte gemeinsam sichern

Arbeitsagenturen und Wirtschaftskammern schließen Rahmenvereinbarung
(lifePR) (Potsdam, ) Die Agenturen für Arbeit Potsdam und Neuruppin sowie die Handwerkskammer (HwK) Potsdam und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam haben ihrer Entschlossenheit zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in einer neuen Rahmenvereinbarung Ausdruck verliehen. In dem Übereinkommen wurden Ziele und Handlungsfelder für die mittelfristige Zusammenarbeit festgelegt.

Vergangene Woche unterzeichneten die Vorsitzenden der Geschäftsführungen der Agenturen für Arbeit Potsdam, Edelgard Woythe, und Neuruppin, Cornelie Schlegel, sowie die Hauptgeschäftsführer der HwK Potsdam, Dr. Wolfgang König, und der IHK Potsdam, René Kohl, das Ergebnispapier eines ausführlichen Abstimmungsgesprächs.

"Der demografische Wandel zeichnet sich ja nicht erst seit gestern ab", erklärt Edelgard Woythe. "Deshalb haben wir unsere Anstrengungen auf diesem Gebiet auch schon koordiniert und gebündelt, als der Begriff 'Fachkräftemangel' noch nicht so geprägt war wie heute. Nach Unterzeichnung der neuen Rahmenvereinbarung steht die Bekämpfung der Fachkräfte-Problematik nun aber auch formal ganz weit oben auf unserer gemeinsamen Agenda."

Konkret soll es gelingen, sowohl Lehrstellen-Bewerber als auch qualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu halten. "Schon jetzt kommt auf eine Lehrstelle weniger als ein Bewerber", ergänzt Cornelie Schlegel. "Und auch in einzelnen Berufsgruppen ist der Fachkräftemangel bereits greifbar. So sucht unser Arbeitgeberservice zum Beispiel händeringend nach Schlossern, Elektrikern oder auch nach Pflegekräften, um die gemeldeten Arbeitsstellen zu besetzen."

Das Augenmerk des gemeinsamen Engagements soll sich auf das ganze Spektrum der Arbeitsmarktakteure richten: auf Arbeitgeber und Existenzgründer, auf Schulabgänger und Schulen sowie auf Arbeitnehmer und Arbeitslose. Die jährliche Bildungszielplanung der Arbeitsagentur, die fachliche Basis für die Gewährung von Bildungsgutscheinen, erfolgt zudem weiterhin in enger Abstimmung mit den Kammern. René Kohl sagte dazu: "Hier in der Region seine berufliche und persönliche Zukunft zu gestalten, das lohnt sich. Mehr als eintausend freie betriebliche Ausbildungsplätze allein in Westbrandenburg, der weiter steigende Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ein ausgesprochen reizvolles Wohnumfeld. Da kann und muss die klare Aufforderung lauten: Mach es in Brandenburg!"

Einige konkrete Arbeitsschritte wurden in der Rahmenvereinbarung bereits festgelegt. So soll die gemeinsame "Nachvermittlungsaktion" fortgeführt werden, die im Rahmen des "Nationalen Paktes für Ausbildung" regelmäßig im Oktober für Ausbildungsbewerber ohne Lehrvertrag durchgeführt wird. Bildungsexperten der Kammern sollen im Rahmen der Info-Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagenturen verstärkt neue Berufe vorstellen. Unternehmen sollen zudem dafür sensibilisiert werden, bei der Auswahl ihrer Azubis auch Jugendliche mit "Startschwierigkeiten" zu berücksichtigen. HwK- Hauptgeschäftsführer Wolfgang König, plädiert für die Beibehaltung der Einstiegsqualifizierung direkt in den Betrieben, mit der man bisher gute Erfahrungen gemacht hat: "Für viele Jugendliche war das der Türöffner zur anschließenden regulären Berufsausbildung."

Der Kammerbezirk Potsdam der IHK und der HwK umfasst die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel. Die Agenturen für Arbeit Potsdam und Neuruppin sind in diesen Landkreisen mit 13 Geschäftsstellen vertreten.

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