Daumen hoch, Daumen runter bei Jugendschutzkontrollen der Region Hannover

Alkohol-Testkäufe in Uetze und Neustadt am Rübenberge
(lifePR) (Hannover/Uetze/Neustadt am Rübenberge, ) Ein positives und ein negatives Ergebnis bei Alkohol-Testkäufen der Region Hannover: Am Montag (16.5.) und am Dienstag (17.5.) hat die Region die Einhaltung des Jugendschutzes im Einzelhandel in Neustadt am Rübenberge und in Uetze kontrolliert. In Begleitung des Jugendschutzes und der örtlichen Polizei haben eine 17-Jährige und zwei 16-Jährige versucht, alkoholische Getränke wie Wodka-Mischgetränke oder Likör zu erwerben. In Neustadt fielen 58 Prozent der Händler bei den Testkäufen durch, in Uetze 19 Prozent.

Bis in den Abend hinein war das Testkaufteam am Dienstag in Uetze und den Ortsteilen Hänigsen und Eltze unterwegs. Insgesamt wurden neun Supermärkte, zwei Kioske, vier Tankstellen und ein Getränkemarkt kontrolliert. Gegen den Jugendschutz verstoßen hat lediglich das Verkaufspersonal in drei Supermärkten. Die Quote der Verstöße ist mit 19 Prozent mit Abstand das beste Ergebnis in Uetze seit Beginn der Alkohol-Testkäufe vor zwei Jahren. Zum Vergleich: In der vierten Welle betrug die Quote 64 Prozent, in der dritten Welle 44 Prozent, in der zweiten 75 Prozent.

Besonders erfreulich: In allen Geschäften mussten die beiden minderjährigen Testkäuferinnen an der Kasse ihren Ausweis vorzeigen. Dennoch haben sich die Verkäuferinnen und Verkäufer in drei Geschäften beim Alter verrechnet - obwohl zum Teil Hilfsmittel wie Kassenwarnsystem oder eine Altersdrehscheibe vorhanden waren.

Enttäuschendes Ergebnis dagegen in Neustadt am Rübenberge: Die 17-jährige Auszubildende der Region erhielt als Testkäuferin in sieben von zwölf Geschäften die hochprozentigen alkoholischen Getränke. Aufgesucht wurden am Montagnachmittag acht Supermärkte, zwei Kioske und zwei Tankstellen in Neustadts Kernstadt. Durchgefallen bei den Kontrollen sind fünf Supermärkte, ein Kiosk und eine Tankstelle. Die Verstoßquote hat sich damit gegenüber den vorangegangenen Testkaufrunden von 38 Prozent (3. Welle) über 52 Prozent (4. Welle) auf nunmehr 58 Prozent verschlechtert.

Wie bei den bisherigen Testkäufen in der laufenden Welle auch, wurde in Neustadt fast in jedem Geschäft nach dem Ausweis der Minderjährigen gefragt. Dennoch wurden die Spirituosen verkauft. "Oft schaut das Verkaufspersonal nur auf das Geburtsjahr oder verrechnet sich. Mitunter erleben wir leider auch, dass die Kassiererinnen und Kassierer im Gespräch nach dem Testkauf gar nicht sagen können, warum sie trotz Kassenwarnsystem oder Stichtagsanzeige gegen den Jugendschutz verstoßen haben", sagt Melanie Wottke vom gesetzlichen Jugendschutz der Region Hannover, die die Testkäufe begleitet.

In den kommenden Tagen oder Wochen kontrollieren die Jugendschützer weitere Geschäfte im Bereich Neustadt. Außerdem gehen die Testkäufe in den Kommunen weiter, für die die Region Hannover die Jugendamtsaufgaben wahrnimmt.

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Nils Meyer
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