Theaterwerkstatt der Hochschule Bremen spielt in der Kulturkirche St. Stephani

Tartuffe - Heimat ist woanders, frei nach J. B. Moliere / Premiere am 2. Juni, 21 Uhr
(lifePR) (Bremen, ) Welchen Sinn macht diese Komödie in heutiger Zeit? 26 Prozent der Deutschen wollen keine Zuwanderung von Muslimen nach Deutschland. Wie denken unsere Studierenden? Die neueste Heitmeyer-Studie ("Deutsche Zustände") belegt: "Das Bürgertum verroht" - und die liebsten Opfer sind schon ausgemacht: die Muslime. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich eine zunehmende Islamfeindlichkeit insbesondere bei höheren Einkommensgruppen herausbildet. Heitmeyer und seine Kollegen sprechen von einer "Radikalisierung in der politischen Mitte und links der Mitte". Danach verbinden sich "rechtspopulistische Einstellungen mit islamfeindlichen Einstellungen. Sie sind zunehmend aggressiv aufgeladen."

Welche Haltung haben die Studierenden der Hochschule Bremen zu diesem Problemkomplex? Die Moliere-Komödie "Tartuffe" bietet die Möglichkeit, sich theatral mit dieser aktuellen Thematik auseinander zu setzen. Zu sehen ist die Inszenierung am 2. (Premiere) bis 5. und am 7. Juni, jeweils um 21 Uhr, in der Kulturkirche St. Stephani, Stephanikirchhof 8 (Haltestelle: Radio Bremen/Volkshochschule). Choreografie: Augusto Jaramillo Pineda (Steptext Company Bremen). Die künstlerische Leitung liegt bei Holger Möller (Hochschule Bremen), 0421-504522. Erwachsene zahlen 14,- Euro Eintritt, ermäßigte Karten gibt es für 8,- Euro. Kartenreservierung bei der Hochschule Bremen unter: +49 (421) 5905-3094.

Zur Inszenierung:
Orgon, gläubiger Christ und das Oberhaupt der Familie, fühlt sich als Fremder im eigenen Land. Ängstlich schaut er in alle Richtungen, wo Gefahren drohen für den Bestand unserer vertrauten Werte. "Deutschland schafft sich ab". Wo ist der Retter?

Wer ist Tartuffe? Er ist ein Mann mit charismatischer Ausstrahlung und Gast im Hause Orgon. Sehr zum Leidwesen der Familie. Sie sehen in Tartuffe einen Frömmler, der jedoch nichts Gutes verheißt. Ein Heuchler? Welche wahren Absichten hat Tartuffe?

Orgon sieht in ihm den Retter verloren geglaubter Werte und möchte sogar seine Tochter Marianne ihm anvertrauen, die sich doch einig ist mit dem jungen Valere. Tartuffe hat die Herrschaft im Hause Orgon angetreten. Die Familie ist in ohnmächtiger Wut. Orgon ist geradezu verzückt und lässt Widerspruch nicht dulden.

Doch dann stellt eine kleine "menschliche Schwäche " des Tartuffe alles auf den Kopf.

Es stellen sich viele Fragen: Welche Gemeinsamkeiten haben Islamisten und Rechtspopulisten? Wie reagieren die Einheimischen auf den Fremden? Wer ist Tartuffe?

Die Zuschauer erwartet Schauspiel (Holger Möller), Choreographie (Augusto Jaramillo Pineda) und die Einbeziehung des Kunstobjekts "Arca" von Gunther Gerlach (Ausstellungsobjekt in der Kulturkirche).

Termine:
Premiere: Donnerstag, 2. Juni, 21. Uhr. Weitere Aufführungen: Freitag, 3. Juni, 21 Uhr, Samstag, 4. Juni, 21 Uhr, Sonntag, 5. Juni, 21 Uhr, Dienstag, 7. Juni, 21 Uhr, Mittwoch, 8. Juni, 21 Uhr.

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