Minister Henry Tesch besucht das Dokumentationszentrum der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin

(lifePR) (Schwerin, ) Kultusminister Henry Tesch folgte der Einladung des Geschäftsführenden Direktors der Stiftung Topographie des Terrors, Prof. Dr. Andreas Nachama, nach Berlin. Die Stiftung hat neben ihrer Arbeit in der Hauptstadt auch den Auftrag, Länder und Bund in allen einschlägigen Angelegenheiten zu beraten.

Minister Tesch informierte sich in der Dauerausstellung des Dokumentations- und Begegnungszentrum über die Arbeit der Stiftung Topographie des Terrors und betonte: "Es ist unser aller Aufgabe und Verpflichtung für die Zukunft, die Erinnerung an die Terrorherrschaft des Nationalsozialismus wach zu halten. Dazu ist es auch notwendig, sich mit den Taten und den Tätern auseinandersetzen, in der Hoffnung, dass daraus auch künftige Generationen lernen mögen. Dabei gilt, dass die Aussagekraft der authentischen Orte für das Erinnern und die Aufarbeitung der NS-Diktatur unverzichtbar ist. Diese beeindruckende Ausstellung zeigt, wie die schrecklichen Verbrechen geplant und organisiert wurden, sie offenbart die unfassbare Grausamkeit des bürokratischen Alltags. Die intensive Beschäftigung mit den Tätern soll aber nicht vergessen lassen, dass dem Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen in der deutschen Erinnerungskultur eine außerordentlich hohe Bedeutung zukommt.*

Im Anschluss an den Rundgang sprachen der Minister Tesch und der Geschäftsführende Direktor Prof. Dr. Nachama über die Möglichkeiten, Wanderausstellung der Topographie in Mecklenburg-Vorpommern zu präsentieren sowie über die künftige Entwicklung des Dokumentationszentrums Prora. Prof. Nachama ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Einrichtung.

Die Diskussion über einen adäquaten Umgangs mit der NS-Vergangenheit insbesondere in der pädagogischen Arbeit wird in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren geführt. Im Land existieren hierfür entsprechende Strukturen und Kommunikationszusammenhänge, die die Gewähr bieten, dass auch kleine Gedenk- und Erinnerungsorte sich neuen Fragestellungen und veränderten Wahrnehmungen zuwenden. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang die Arbeit Der Landeszentrale für politische Bildung und der Fachstelle Gedenkstättenarbeit beim Politische Memoriale e.V., die vom Land finanziert wird. Insbesondere über die Fachstelle ist das Land auch in bundesweiten Diskussionszusammenhängen vertreten. So konnte auf Initiative von Politische Memoriale e.V. und unter Mitwirkung der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern das 54.

Bundesgedenkstättenseminar im Jahr 2010 in Schwerin stattfinden. Im schulischen Bereich finden seit 2007 regelmäßige Seminarreisen für Lehrer und Multiplikatoren nach Yad Vaschem statt. Um die Nachhaltigkeit dieser Seminare sicherzustellen, konnte inzwischen ein Netzwerk im Land etabliert werden.

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