Kohlenmonoxid-Leitung von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen: Bayer will Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf eingehend prüfen

Genaue Bewertung der schriftlichen Begründung bestimmt weiteres Vorgehen
(lifePR) (Leverkusen, ) Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zur geplanten Kohlenmonoxid-Pipeline in Nordrhein-Westfalen hält sich Bayer MaterialScience das weitere Vorgehen offen. Man werde die schriftliche Begründung abwarten, erklärte Dr. Axel Steiger-Bagel, Verwaltungsvorstand von Bayer MaterialScience, nach Bekanntgabe des Richterspruchs. "In den Punkten Materialauswahl, zu Fragen des Allgemeinwohls sowie in der Trassenführung wurde unsere Einschätzung bestätigt. Hinsichtlich der Erdbebensicherheit sind noch Nachbesserungen erforderlich. Wir werden die Entscheidung des Gerichts genau analysieren, ehe wir unsererseits die weitere Vorgehensweise festlegen."

Anwohner hatten gegen die Rohrleitung geklagt, die zwischen den Produktionsstandorten Dormagen und Krefeld-Uerdingen verlegt worden ist. Die Klage richtete sich gegen die Bezirksregierung Düsseldorf, die als zuständige Behörde das Pipeline-Projekt federführend begleitet. Bayer MaterialScience war bei den Verfahren als sogenannte Beigeladene beteiligt. Dabei waren unter anderem gutachterliche Meinungen zu den Themen "Materialsicherheit" und "Erdbebensicherheit" herangezogen worden. Das Gericht bestätigte jetzt grundsätzlich den hohen Sicherheitsstandard der Rohrleitung, hielt jedoch weitere behördliche Prüfungen zur Erdbebensicherheit für erforderlich, die vor der Inbetriebnahme zu erfüllen seien.

Dem Projekt liegt ein Rohrleitungsgesetz zugrunde, in dem unter anderem festgestellt wurde, dass die Pipeline dem Allgemeinwohl dient. Dieses Gesetz war im März 2006 vom nordrhein-westfälischen Landtag einstimmig verabschiedet worden. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2007 auf Basis eines gültigen Planfeststellungsbeschlusses der Bezirksregierung Düsseldorf. Darüber hinaus bekannte sich der Landtag auch in den folgenden Jahren mehrfach mit großer Mehrheit zu dem Projekt.

Bayer MaterialScience hat immer wieder auf die große Bedeutung der Rohrleitung für den gesamten Chemiestandort Nordrhein-Westfalen hingewiesen. Kohlenmonoxid (CO) ist ein wichtiger Grundstoff für die Kunststoff-Herstellung. "Durch die Leitung soll der Standort Krefeld-Uerdingen in eine zuverlässigere, sichere und weniger umweltbelastende CO-Verbundstruktur eingebunden werden", sagte Dr. Tony Van Osselaer, Produktions- und Technologievorstand von Bayer MaterialScience. Das umfangreiche Sicherheitskonzept der Leitung gehe über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2010 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2010 rund 14.700 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.bayermaterialscience.de und http://www.pipeline.bayer.de.

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