Erdbeben in Japan verschärft Liefersituation von Neuwagen

Produktionsstopp bei Honda, lange Lieferzeiten bei Toyota
(lifePR) (Würzburg, ) Das Erdbeben in Japan und der nachfolgende Tsunami haben die Liefer- situation bei Neuwagen verschärft. Am stärksten betroffen sind die japanischen Hersteller, allen voran Toyota und Honda, berichtet das Fachmagazin »kfz-betrieb« in der aktuellen Mai-Ausgabe.

Deutsche Toyota-Kunden müssen zum Teil deutlich längere Lieferzeiten in Kauf nehmen. Bei den in Europa produzierten Modellen Yaris, Auris, Avensis und Verso hat sich die Lieferzeit von rund vier Wochen auf drei bis fünf Monate verlängert. Allerdings verbessert sich die Lage schneller als ursprünglich vom Hersteller befürchtet: Im Juni soll die Toyota-Produktion in Europa wieder normal laufen. "Insgesamt wird Toyota Deutschland die Naturkatastrophe in Japan 7.000 bis 8.000 Einheiten kosten", schätzt Burkhard Weller, Präsident des Toyota-Händlerverbands.

Auch Honda hat stark unter den Folgen des Erdbebens zu leiden. Das Un-ternehmen musste unmittelbar nach der Katastrophe einen dreiwöchigen Pro-duktionsstopp hinnehmen. Einzig das chinesische Werk, aus dem ein Großteil der europäischen Jazz-Produktion stammt, läuft schon wieder unter Volllast. Rund 70 Prozent der Fahrzeuge für den deutschen Markt sind aktuell nach Aussage von Honda Deutschland von den Produktionsanpassungen betroffen. Die Lieferzeiten, die vor dem Erdbeben zwischen zwei und drei Monaten lagen, bewegen sich jetzt zwischen vier und neun Monaten. Spätestens bis Ende des Jahres rechnet Honda Deutschland mit einer "weitestgehenden" Normalisierung der Lage.

Um die Kunden zu beruhigen, die sich vor verstrahlten Bauteilen fürchten, überlegen Honda und Mazda, "Unbedenklichkeitszertifikate" zu entwickeln. Pro Schiffsladung lässt Honda zehn Autos stichprobenartig und sehr genau auf Radioaktivität untersuchen - mit bisher absolut beruhigendem Ergebnis: "Der gemessene Wert entspricht der natürlichen Umgebungsstrahlung", bemerkt ein Honda-Sprecher.

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