Popularität der Bonusprogramme ist gestiegen - Versicherte und Krankenkassen profitieren

(lifePR) (Berlin, ) Versicherte, die regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, Nichtraucher sind, auf ihr Körpergewicht achten oder aktiv im Sportverein trainieren, tun nicht nur Gutes für ihre Gesundheit, sondern können seit 2004 auch Bonuspunkte bei ihrer Krankenkasse sammeln. Dass sich die Bonusprogramme bei Betriebskrankenkassen auch über einen Zeitraum von 6 Jahren rechnen, ergibt sich aus Auswertungen von 32 Betriebskrankenkassen mit 118.000 erfolgreichen Teilnehmern. 67.000 Teilnehmer (57 Prozent) haben sogar wiederholt einen Bonus erhalten. Der Bonus liegt im Schnitt bei 70 Euro und kann durch zusätzliche Aktivitäten auf rund 120 Euro gesteigert werden. In den letzten drei Jahren hat sich die Teilnahmequote gegenüber den ersten drei Jahren mehr als verdoppelt, liegt aber mit durchschnittlich 6 Prozent noch niedrig.

Bonusprogramme rechnen sich mittelfristig

Die erfolgreiche Teilnahme an Bonusprogrammen zeigt sehr positive Effekte. Versicherte, die an einem Bonusprogramm teilnehmen, nehmen weniger medizinische Behandlungen in Anspruch. Vor allem die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen und Arzneimittel sind für diese Versicherten gesunken. Der Nutzen für die Betriebskrankenkassen liegt im Durchschnitt bei Männern bei rund 130 Euro und damit rund 40 Euro höher als bei Frauen. Versicherte über 60 Jahre erzielen mit über 400 Euro den deutlichsten Effekt.

Dass sich die Bonusprogramme rechnen, müssen die Krankenkassen alle drei Jahre nachweisen. Nachdem die Auswertung für die ersten drei Jahre bereits einen deutlichen Nutzen der BKK Bonusprogramme gezeigt hat, liegen nun erstmals auch Ergebnisse vor, die zeigen, dass die positiven Effekte auch mittelfristig anhalten. Die BKK Bonusprogramme gehen hier nach mit einem durchschnittlichen Nutzen-Aufwandsverhältnis von ca. 1:3 einher. Für jeden für die Bonusprogramme aufgewendeten Euro erhalten die Kassen also drei Euro zurück.

Endlich mehr Männer an Prävention interessiert

Die Auswertung hat ergeben, dass vor allem Frauen die Bonusprogramme nutzen. Allerdings fangen die Männer an aufzuholen: Es sind nun Männer um die 60 Jahre und älter, die sich vermehrt für ein Bonusprogramm entschieden haben. Frauen dagegen nehmen an den Programmen bereits ab ihrem 30. Lebensjahr teil. Die Gruppe der 45 bis 59-jährigen Frauen ist dabei am stärksten vertreten.

Viele wissen nicht, dass Bonusprogramme, so wie auch Wahltarife, Satzungsleistungen sind. Jede Betriebskrankenkasse legt in ihrer Satzung fest, welche zusätzlichen Leistungen sie neben dem vom Gesetzgeber festgelegten Katalog anbietet. Nahezu alle Betriebskrankenkassen bieten ihren Versicherten Bonusprogramme an.

Methodik

Die erfolgreichen Programm-Teilnehmer wurden mit einer Kontrollgruppe hinsichtlich ihrer durchschnittlichen Ausgabendifferenz (Leistungsausgaben ab Teilnahme am Bonusprogramm minus Leistungsausgaben vor Teilnahme am Bonusprogramm) verglichen. Der Nutzen ergibt sich als Differenz der durchschnittlichen Ausgabendifferenzen beider Gruppen. Um Verzerrungen zu vermeiden, sind Einflüsse möglicher Störgrößen berücksichtigt worden.
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