Firmen trommeln für Fachkräftenachwuchs

Über 12.000 Besucher bei IHK-Bildungsmesse in Heilbronn
IHK Bildungsmesse (lifePR) (Heilbronn, ) Bei der diesjährigen IHK-Bildungsmesse, die vom 26. bis 28 Mai, im und rund um das Heilbronner Haus der Wirtschaft stattfand, trommelten die Unternehmen kräftig für ihren Fachkräftenachwuchs. Rund 120 Ausstel-ler und Akteure hatten sich angesagt und präsentierten ihre umfangreichen Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Studienangebote. Allein 115 Ausbildungsberufe wurden vorgestellt. Ein starkes Rahmenprogramm mit 100 Vorträgen und Seminaren ergänzten das Ausstellungsprogramm. Und die Messeangebote wurden reichlich genutzt. Über 12.000 Besucher strömten in der drei Tage dauernden Veranstaltung in die Messezelte und die IHK.

"Unsere Unternehmen investieren kräftig in das Ausbildungsmarketing", sagt Renate Rabe, IHK-Geschäftsführerin Berufsbildung. "Denn der jetzige Wirtschaftsboom, aber vor allem auch die demografische Entwicklung führen dazu, dass es vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend schwerer haben, geeignete Auszubildende zu finden." Wer jedoch kräftig für die eigenen Ausbildungsplätze trommelt, hat gute Chancen, auch den entsprechenden Nachwuchs zu bekommen. So werden zum Beispiel die Unternehmenspräsentationen auf der IHK-Bildungsmesse immer professioneller und attraktiver.

Den Erfolg der Messe macht jedoch vor allem das Messekonzept selbst aus. Schülerinnen und Schüler wurden in der Klasse gezielt auf den Messebesuch vorbereitet. Die Unternehmen hingegen setzten am Messestand nicht auf Hostessen, sondern auf ihre Auszubildenden selbst. "Sie finden die richtigen Worte, um den Jugendlichen auf Augenhöhe zu erklären, was man für das entsprechende Berufsbild mitbringen muss," erklärt Rabe. An vielen Ständen konnten die Jugendlichen zudem ihre Fähigkeiten gleich selbst unter Beweis stellen, indem sie stanzten oder löteten, was das Zeug hält.

Entsprechend begeistert zeigten sich junge Messebesucher. David, Josef und Lukas besuchen die achte Klasse der Heilbronner Elly-Heuss-Knapp Werkrealschule: "Die Messe war toll. Es wurden viele interessante Berufe vorgestellt. Wir bekamen sehr viele Infos und haben gesehen, was später von uns erwartet wird." Das Beste jedoch sei, dass sich so viele Firmen an einem Ort präsentiert haben. Andrea Rosenbleck aus Brackenheim war mit ihrem Sohn Felix auf die Bildungsmesse gekommen: "Ich finde die Bildungsmesse äußerst positiv. Der Rahmen ist hier viel lockerer. Die Jugendlichen trauen sich mehr Fragen zu stellen. Denn die Hemmschwelle ist einfach niedriger." Auch Jochen Schieker ist als Lehrer an der Stauferwerkrealschule Weinsberg mit seiner achten Klassen angereist. Für den Pädagogen ist die Bildungsmesse das Angebot für Schüler überhaupt, um sich über Berufe zu informieren.

Und die Unternehmen? Die Fritz Gruppe mit Sitz in Schwaigern war in diesem Jahr erstmals auf der Messe vertreten. "Für das Jahr 2011 haben wir zwar schon unsere Azubis. Aber künftig wird es enger werden", sagt Ute Metzger von der Abteilung Personal- und Finanzverwaltung. Deshalb warb die Fritz Gruppe beispielsweise für ihre Ausbildung zum Berufskraftfahrer. Ein weiteres Ziel war es, das Unternehmen auch bei den Jugendlichen bekannter zu machen. Insgesamt war Metzger mit der Messeresonanz sehr zufrieden. "Wir sind jetzt gespannt, was nun an Bewerbungen bei uns eingeht:"

Julia Schick ist bei Baier und Schneider, Heilbronn, mitverantwortlich für die Ausbildung. "Die Bildungsmesse bietet uns die Möglichkeit, direkt mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und ihnen Informationen aus erster Hand zu bieten." Insgesamt sei die Nachfrage sehr groß gewesen. Das ist aber auch wichtig. Denn obwohl den meisten Schülern Produkte des Unternehmens, die unter dem Markennamen "Brunnen" vertrieben werden, aus dem Schulalltag sehr geläufig sind, hätte sich Schick in diesem Jahr mehr Bewerbungen für den technischen Bereich gewünscht.

"Für uns ist vor allem der Samstag sehr interessant, wenn Jugendliche und ihre Eltern sich noch einmal besonders Zeit für den Messebesuch nehmen", verrät Sebastian Gölz, Ausbilder bei Bosch in Abstatt. Das Unternehmen ist bereist seit Jahren regelmäßig auf der Bildungsmesse mit dabei. Aus gutem Grund: "Wir erhalten über die Bildungsmesse viele Bewerbungen um Ausbildungsplätze." Trotz des attraktiven Namens würde sich Bosch jedoch mehr Bewerber in der Fachrichtung Elektronik wünschen. Dieses Jahr hat das Unternehmen zudem verstärkt für sein Kooperatives Modell Ausbildung und Studium geworben.

Nach drei Messetagen zeigt sich Renate Rabe mit der Besucher- und Ausstellerresonanz sehr zufrieden. "Wichtig ist jetzt aber vor allem, dass viele der hier gemachten Kontakte auch nachhaltig sind und in Ausbildungs- oder Studienplätze münden." Die Bildungsmesse habe in diesem Jahr deutlich gezeigt, dass sie zu einem wichtigen Bestandteil des Ausbildungsmarketings vieler Unternehmen geworden sei. "Wir werden deshalb unser Erfolgsmodell Bildungsmesse auch künftig fortführen", so Rabe.

Impressionen zur Bildungsmesse gibt es auf der Facebook-Seite der IHK Heilbronn-Franken unter www.facebook.com/....

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Achim Ühlin
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