Klinikum Bielefeld: Hals- Nasen- Ohrenklinik verfügt über computergesteuerten Operationssimulator

Die Hals- Nasen- Ohrenklinik am Klinikum Bielefeld bietet ihren Nachwuchskräften eine ganz besondere Form des Trainings: Piloten haben ihren Flugsimulator, HNO Ärzte verfügen nun über einen Ohr- und Nasennebenhöhlenoperationssimulator
Training am Bildschirm mit dem Ohren OP Simulator (lifePR) (Bielefeld, ) Die Hals- Nasen- Ohrenklinik am Klinikum Bielefeld unter der Leitung von Prof. Dr. med. Holger Sudhoff bietet ihren Nachwuchskräften eine ganz besondere Form des Trainings: Piloten haben ihren Flugsimulator, Hals-Nasen-Ohrenärzte verfügen nun über einen Ohr- und Nasennebenhöhlenoperationssimulator. Ärzte und Informatiker der Uniklinik Hamburg-Eppendorf haben einen computergesteuerten Operationssimulator entwickelt, bei dem, ähnlich wie ein Pilot an einem Flugsimulator, der Chirurg eine Ohroperation komplett durchspielen kann. Die Hals- Nasen- Ohrenklinik am Klinikum Bielefeld verfügt nun als eines von wenigen Krankenhäusern in Deutschland über ein solches Gerät.

Die Ohroperationen gehören in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sicherlich mit zu den anspruchvollsten Operationen. Das Operieren an „Hammer“, „Amboss“ und „Steigbügel“ unter dem Mikroskop, fordert von allen Ärzten des HNO Bereichs höchste Konzentration: wie liegen die Gehörknöchelchen im Mittelohr, wo der Gesichtsnerv, wie verlaufen die Hirnhaut und die Gefäße. Alles Fragen, denen sich gerade junge Ärztinnen und Ärzte in ihrer Ausbildung zum Operateur stellen müssen.

Anhand von computertomographischen Bildern wurden verschiedene Ohrmodelle für den Simulator in 3D erstellt. Mit Hilfe einer Spezialbrille erscheinen die Modelle am Bildschirm dreidimensional.

Beim Training nimmt man einen Bohrer in die Hand um damit virtuell an den Modellen zu bohren - die Geschwindigkeit wird über ein Fußpedal gesteuert. Der Rechner simuliert den Gegendruck des menschlichen Gewebes, wenn sich der Operateur mit einem Bohrer den Operationskanal frei schneidet. Die Gehörknöchelchen, die Blutgefäße, der Gesichtsnerv und die Hirnhaut sind farblich markiert, so dass rechtzeitig erkannt wird, an welchen Stellen aufgehört werden muss. Das Training ist mit vorprogrammierten Operationen möglich, allerdings kann auch mit „echten“ Aufnahmen aus den Computertomographen des Klinikums die Operation geübt werden.

Kontakt

Klinikum Bielefeld gem. GmbH
Teutoburger Str. 50
D-33604 Bielefeld
Axel Dittmar
Kliniksprecher

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