Arbeitslosigkeit sinkt deutlich - Quote bei 4,2 Prozent

(lifePR) (München, ) Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit München ist im Mai deutlich gesunken. Die Arbeitslosigkeit geht im Mai gegenüber April 2011 um 1.606 Personen auf 51.573 Personen zurück. Dies sind 5.290 Frauen und Männer weniger als im Mai 2010. Die Arbeitslosenquote geht um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent zurück.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Mai 51.573
Arbeitslosenquote im Mai 4,2 Prozent

"Der Boom setzt sich ungebremst fort. Die Situation auf dem Münchner Arbeitsmarkt ist besser als erwartet", so fasst Günter Schmiedl, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit München, den erfreulichen Verlauf zusammen. "Der neuerliche Rückgang der Arbeitslosigkeit lässt auf einen fortwährenden konjunkturellen Aufwärtstrend schließen. Die Tatsache, dass alle Personengruppen von dieser positiven Entwicklung profitieren, ist ein Beleg dafür", so Schmiedl weiter.

Die Arbeitslosigkeit ist in beiden Rechtskreisen rückläufig. Im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Mai 22.006 Menschen arbeitslos gemeldet, im Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II (betreut von den Jobcentern) 29.567 Personen. Die Arbeitslosenquote im Bereich SGB III ist im Vergleich zum April 2011 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent gesunken. Im Bereich SGB II beläuft sich die Quote auf 2,4 Prozent (minus 0,1 Prozent).

Deutlichster Rückgang in Fürstenfeldbruck - Landeshauptstadt auf Platz 4

"Alle fünf Landkreise sowie die Landeshauptstadt profitieren von der glänzenden Verfassung der Münchner Wirtschaft", resümiert Schmiedl. Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist die Zahl der arbeitslosen Menschen um 191 Personen auf 3.339 Personen gesunken. Das ist der größte Rückgang, den die Region München zu verzeichnen hat (minus 5,4 Prozent). Es folgen der Landkreis München (minus 4,9 Prozent bzw. 4.372 Personen) und der Landkreis Starnberg (minus 4,1 Prozent bzw. 1.581 arbeitslose Menschen). Im Landkreis Ebersberg sinkt die Arbeitslosenquote um 2,6 Prozent. Dort sind aktuell 1.545 Menschen ohne Arbeit. Einen leichten Rückgang (minus 1,3 Prozent bzw. 1.952 Frauen und Männer) kann der Landkreis Dachau verzeichnen.

Auch in der Landeshauptstadt München ist die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer rückläufig. Binnen Monatsfrist ist die Arbeitslosigkeit um etwas mehr als 1.000 Menschen oder 2,7 Prozent auf 38.784 Personen zurückgegangen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Im April 2011 lag die Quote noch bei 5,4 Prozent.

Hohe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Im Agenturbezirk München meldeten sich im Mai 12.961 Personen arbeitslos, 881 weniger als im Mai 2010. Gleichzeitig konnten 14.578 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 2.175 Personen weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

Zahl der Kurzarbeiter rückläufig

Aufgrund der Umstellung der Datengrundlage liegen als Hochrechnung die aktuellsten Zahlen für Januar 2011 vor. Im Januar waren 425 Betriebe und 2.041 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im Dezember 2010 waren es noch 527 Betriebe und 3.801 Beschäftigte.

Arbeitslosigkeit sinkt bei allen Personengruppen

Insgesamt sind im Mai 3.368 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 295 weniger als im April 2011 (minus 8,1 Prozent). Im Vergleich zum Mai 2010 sind es 558 Jugendliche bzw. 14,2 Prozent weniger. In der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen sind 710 Jugendliche ohne Arbeit, 41 weniger als im April 2011 (minus 5,5 Prozent). Im Vergleich zum April 2010 sind es 46 Personen (minus 6,1 Prozent) weniger. "Die Jugendlichen profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit am stärksten. Die Nachfrage an qualifizierten Arbeitskräften ist hoch und kann nicht immer gedeckt werden. Viele Arbeitgeber gehen nun andere Wege und stellen auch junge Menschen mit weniger Berufserfahrung ein. Diese Tatsache kommt natürlich den Jugendlichen zu Gute", so Schmiedl.

"Darüber hinaus ist die positive konjunkturelle Entwicklung bei den älteren Arbeitslosen spürbar, wenngleich nicht im selben Ausmaß wie bei den Jugendlichen", sagt Schmiedl. Die Situation der älteren Arbeitslosen von 50 bis unter 65 Jahren hat sich im Mai erneut verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt aktuell um 173 auf 16.767 Personen (minus 1,0 Prozent). Im Vergleich zum Mai 2010 gibt es 401 bzw. minus 2,3 Prozent weniger ältere Arbeitslose.

Bestand an offenen Stellen über Vorjahresniveau

Im Laufe des Monats gingen 3.650 Stellenangebote bei der Agentur für Arbeit München und deren Geschäftsstellen ein. Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 10.328 Angebote, 309 weniger als im April. Im Vergleich zum Mai 2010 ist dies ein Plus von 893 Stellen. Dringend benötigt werden im Agenturbezirk München Arbeitskräfte im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Gastgewerbe. "Die Deckung des Fachkräftebedarfs ist eine große Herausforderung, der wir uns gerne stellen", betont Schmiedl. "Unter der Service-Nummer 01801 / 66 44 661 bieten wir den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber-Service berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", so Schmiedl abschließend.

Hinweise zur Berechnung der Arbeitslosenquote:

Die Bezugsgrößen für die Berechnung der Arbeitslosenquote auf der Basis aller Erwerbspersonen basieren auf folgenden Eckwerten:

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
- Geringfügig Beschäftigte
- Personen in Arbeitsgelegenheiten
- Beamte
- Grenzpendler
- Arbeitslose
- Selbständige und mithelfende Familienangehörige

Alle Komponenten sind wohnortbezogen. Einmal im Jahr wird die Bezugsgröße für die Bundesagentur für Arbeit aktualisiert. Daher wird die Arbeitslosenquote auch für die Agentur für Arbeit München ab dem Berichtsmonat Mai anhand der neuen, aktualisierten Berechnungsgrundlage ermittelt.
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