Demi Moore gegen Elefanten-Quälerei im Zirkus

Misshandlung eines Elefanten © PETA (lifePR) (Gerlingen, ) Demi Moore hat öffentlich gegen die Elefanten-Quälerei in Zirkusbetrieben protestiert. In einem offenen Brief an die Behörden in Georgia (USA) bittet die 48-jährige Schauspielerin gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation PETA USA (People for the Ethical Treatment of Animals) darum, sogenannte "Elefantenhaken" zu verbieten. Als "Elefantenhaken" bezeichnet man einen Stock mit einem metallischen, spitzen Haken am Stielende, mit dem die Elefanten auch in deutschen Zirkusbetrieben auf ihre empfindlichsten Körperstellen geschlagen und gestochen werden, um Zirkustricks auszuführen. In ihrem Brief schreibt Demi Moore: "Heutzutage verwenden keine Rettungsstation für Elefanten und auch die meisten Zoos keine Elefantenhaken oder andere Waffen mehr, um die Tiere zu bestrafen. [...] Ich bitte Sie inständig, Elefantenhaken zu verbieten. Elefanten verdienen unsere Güte, Respekt und Schutz." PETA Deutschland e. V. bittet nun alle mitfühlenden Menschen, sich an PETAs Online-Petition unter www.peta.de/zirkus zu beteiligen und sich auf diesem Weg für ein Ende der Wildtierhaltung in deutschen Zirkusbetrieben auszusprechen. Denn ohne den grausamen Elefantenhaken könnte kein Mensch einen Elefanten zu den würdelosen Kunststücken in der Manege zwingen.

"Elefanten haben entgegen der weitverbreiteten Meinung eine sehr sensible Haut, durch die sie selbst einen Insektenstich spüren. Die Trainer wissen ganz genau, wo sie hinschlagen müssen, um den Elefanten wehzutun. Das geschieht natürlich nicht in der Öffentlichkeit, aber zahlreiche geheime Videoaufnahmen sind mittlerweile Zeuge dieser systematischen Tierquälerei. Elefantenhaken und auch Peitschen passen nicht in das 21. Jahrhundert und müssen verboten werden, genauso wie die Haltung von Wildtieren im Zirkus", so PETAs Wildtierexperte Peter Höffken. Elefanten und andere Wildtiere leiden immens unter der lebenslangen Gefangenschaft und dem harten Drill der Dressur. Darum setzt sich PETA bereits seit Jahren für ein generelles Wildtierverbot im Zirkus ein. Ganz aktuell fordert die Organisation die Freilassung von Elefantendame Mausi aus dem Zirkus Voyage. Mausi leidet an schwerer Arthrose und darf nicht mehr in einer Zirkusshow auftreten. Dennoch wird sie permanent mit auf Reisen genommen und leidet beim Transport unter großen Schmerzen.

Sogar die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus; ebenso die Mehrheit der Bevölkerung in der BRD. Nach einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung finden zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließung bis heute nicht umgesetzt - im Gegensatz zu 13 europäischen Ländern, die bereits Verbote oder drastische Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Immer mehr Prominente sprechen sich für ein Verbot aus, darunter auch Schauspielerin Cosma Shiva Hagen, Bill und Tom von Tokio Hotel und Comedian Hella von Sinnen.

Weitere Informationen: www.zirkus.peta.de

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