Ethik-Preis der Giordano-Bruno-Stiftung für Peter Singer

Bundesvereinigung Lebenshilfe empört über die Wahl des Preisträgers
(lifePR) (Berlin, ) Am Freitag, den 3. Juni, verleiht die Giordano-Bruno-Stiftung in Frankfurt einen mit 10.000 Euro dotierten Ethikpreis an den australischen Philosophen Peter Singer. Er erhält den Preis wegen seines Engagements für Tierrechte. Dieses Engagement wäre unterstützenswert; jedoch verhält sich Singer gegenüber dem menschlichen Leben dagegen nicht wertschätzend: Er unterscheidet in seinen Schriften zwischen "wertem" und "unwertem" Leben. Aus seiner Sicht setzt vollwertiges Leben Bewusstsein und Selbsterkenntnis voraus. Daher spricht er Neugeborenen und hirngeschädigten Menschen das Recht auf Leben ab und plädiert offen für eine aktive Sterbehilfe bei behinderten Neugeborenen, Komapatienten und anderen schwer hirngeschädigten Menschen. "Wer den grundrechtlich gewährleisteten Schutz jedes Lebens aufheben will und zur Tötung behinderter Menschen aufruft, der darf in Deutschland keinen Preis erhalten", so Robert Antretter, Vorsitzender der Lebenshilfe.

Die Preisverleihung verhöhne die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie und alarmiere Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Die Lebenshilfe habe immer entschieden gegen die Thesen Singers protestiert. Als "völlig absurd" bezeichnet Robert Antretter die Rücktrittsforderung der Giordano-Bruno-Stiftung an den Bundesbehindertenbeauftragten Hubert Hüppe, der ebenfalls gegen die Preisverleihung protestiert hatte.

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Kerstin Heidecke
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