Bessere Lebensqualität für Patienten mit Schuppenflechte

Bessere Lebensqualität für Patienten mit Schuppenflechte / Die Bilder dürfen nur in Zusammenhang mit dem Artikel verwendet werden / © Farina3000/Fotolia.com (lifePR) (Purkersdorf, ) Unerträglicher Juckreiz, gerötete und schuppende Hautstellen und schmerzhafte Bläschen - mehr als 300.000 Österreicher kämpfen mit diesen Symptomen. Ursache ist die Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte. Die Erhöhung der Lebensqualität spielt in der Behandlung eine wichtige Rolle - ein neues Gel heilt die Plaques auf der Kopfhaut.

Sabine F. ist als Lehrerin tätig. Am eigenen Leib hat sie erfahren, welche Konsequenzen die Schuppenflechte auf der Kopfhaut haben kann: "Es juckt ganz unerträglich. Ich hatte ständig das Bedürfnis mich zu kratzen. Die entzündeten, schuppigen Hautstellen waren nicht nur auf dem Kopf, auch hinter den Ohren und am Haaransatz sichtbar, da ich auch sehr dünnes Haar habe. Das war schlimm, aber noch schlimmer war der Hohn und Spott der Schüler."

Schuppenflechte - egal, ob auf der Kopf- oder Körperhaut ist eine chronische Hauterkrankung, die erhebliche Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Beruf haben kann. "Psoriasis ist zwar nicht ansteckend, die Betroffenen fühlen sich jedoch wegen der deutlich erkennbaren Veränderungen der Haut stigmatisiert, oft werden sie deshalb auch diskriminiert", so Univ. Prof. Dr. Peter Wolf, Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie Graz.

Geschichte

Die medizinische Bezeichnung "Psoriasis" leitet sich vom griechischen Wort "psora" - "ich kratze" - ab. Schon vor mehr als 2000 Jahren beschrieb der griechische Arzt Hippokrates (um 460 - 370 v. Chr.) die schuppende Hauterkrankung. Auch im Mittelalter war diese Krankheit weithin bekannt. Allerdings wurde sie häufig mit Lepra verwechselt: Psoriatiker wurden ebenso verfolgt wie Leprakranke.

Ursachen

Die Ursachen der Psoriasis sind nicht gänzlich geklärt. "Sowohl genetische Veranlagung, Mechanismen des Immunsystems als auch zahlreiche äußere Faktoren wie zum Beispiel hohe Stressbelastung spielen für das Auftreten und die Ausprägung der Erkrankung eine wesentliche Rolle", erläutert Prof. Wolf. Das Erkrankungsrisiko steigt, je mehr Blutsverwandte von der Psoriasis betroffen sind.

Schwierige Behandlung

Grundsätzlich können drei Formen der Psoriasis unterschieden werden: Die gewöhnliche Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), die von Eiterbläschen begleitete Psoriasis pustulosa und die Psoriasis-Arthritis, die auch die Gelenke befällt. "Die Behandlung der Schuppenflechte muss individuell auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt werden", so Dermatologe Wolf, "sie besteht aus einer Kombination verschiedener Medikamente und Methoden, und orientiert sich am akuten Zustand der Krankheit. Die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten ist dabei das oberste Ziel".

Neues Gel verschönert die Kopfhaut

In 60 bis 70 Prozent der Fälle von Schuppenflechte ist auch die Kopfhaut angegriffen. Die Beseitigung des Juckreizes und der entzündeten, schuppigen Stellen auf der Kopfhaut kann die Lebensqualität von fast zwei Drittel der Psoriasis-Patienten wesentlich erhöhen. Ein neues Gel aus Kortison und Vitamin D3 ist leicht anzuwenden, äußerst gut wirksam und auch bei Langzeitanwendung gut verträglich. Studien haben gezeigt, dass durch diese spezielle Kombination keine der von Kortison bekannten Nebenwirkungen auftreten. "Die Kombination der Inhaltsstoffe ist besser verträglich als die Einzelsubstanzen", so Univ. Prof. Dr. Peter Wolf: "Die potenziellen Nebenwirkungen von Kortison allein, zum Beispiel die Hautverdünnung, aber auch die von Vitamin D3 verursachten Hautirritationen, werden deutlich vermindert. Die Gelform - die in der Palette der lokal anwendbaren Medikamente gegen Kopfhautpsoriasis einzigartig ist - wird von den Patienten meist als sehr angenehm empfunden. Langzeitstudien belegen, dass das Präparat auch über längere Zeit gut wirkt, ausgezeichnet verträglich und sicher ist."

Das neue Gel muss vom Facharzt für Dermatologie verordnet werden, die Kosten werden von den Krankenkassen in der Regel dann übernommen.

Auch Patientin Sabine F. bestätigt: "Bereits nach der ersten Behandlung hatte der Juckreiz soweit nachgelassen, dass ich mich in der Nacht nicht mehr aufkratzen musste. Nach einer Woche waren die Erfolge deutlich sichtbar. Zu einer vollständigen Abheilung der Kopfhaut kam es nach drei Wochen. Mein Selbstbewusstsein nimmt täglich zu und meine Schüler sparen sich nun endlich ihre abwertenden Kommentare."

Hilfe und ein psychologische Unterstützung bietet die Selbsthilfgruppe PSO Austria. Kontakt im Internet: www.pso-austria.org; office@pso-austria.org, Mobil: 0664/73111991.

Weitere Infos und Infobroschüren bei der Initiative Gesunde Haut, montags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr: Tel. 0664/42 500 54, oder im Netz: www.xamiol.de.

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